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Produktdetails

Titel: Was ich euch nicht erzählte

Autor/en: Celeste Ng

ISBN: 3423280751

EAN: 9783423280754

Roman.

Originaltitel: Everything I Never Told You.

'dtv Literatur'.

Übersetzt von Brigitte Jakobeit

dtv Verlagsgesellschaft

27. Mai 2016 – gebunden – 279 Seiten




Buch auf Deutsch!


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    Preis des Buches:

    Beschreibung

    Von den Verheerungen, die wir einander zufügen

    “Lydia ist tot.” Der erste Satz, ein Schlag, eine Katastrophe. Am Morgen des 3. Mai 1977 erscheint sie nicht zum Frühstück. Am folgenden Tag findet die Polizei Lydias Leiche. Mord oder Selbstmord?
    Die Lieblingstochter von James und Marilyn Leewar ein ruhiges, strebsames und intelligentes Mädchen. Für den älteren Bruder Nathan steht fest, dass der gutaussehende Jack an Lydias Tod Schuld hat. Marilyn, die ehrgeizige Mutter, geht manisch auf Spurensuche. James, Sohn chinesischer Einwanderer, bricht vor Trauer um die Tochter das Herz. Allein die stille Hannah ahnt etwas von den Problemen der großen Schwester. Was bedeutet es, sein Leben in die Hand zu nehmen? Welche Kraft hat all das Ungesagte, das Menschen oft in einem privaten Abgrund gefangen hält? Nur der Leser erfährt am Ende, was sich in jener Nacht wirklich ereignet hat.

    Portrait

    Celeste Ng (sprich: Ing) wuchs auf in Pittsburgh, Pennsylvania und in Shaker Heights, Ohio. Ng studierte in Harvard und machte ihren Master an der University of Michigan. Sie schrieb Erzählungen und Essays, die in verschiedenen literarischen Magazinen erschienen und mit dem Hopwood Award und dem Pushcart Prize ausgezeichnet wurden. ‘Was ich euch nicht erzählte’, ihr erster Roman, war ein New York Times-Bestseller, der, vielfach prämiert, in 20 Sprachen übersetzt wurde und auch verfilmt wird.

    Leseprobe

    Jetzt reinlesen: Leseprobe(pdf)

    Pressestimmen

    “Celeste Ng hat einen großartigen, nuancenreichen Familienroman geschrieben über Träume und Enttäuschung, innere Wirklichkeiten, Einsamkeit, Traurigkeit und nicht zuletzt über den Kummer beim Erwachsenwerden.”
    Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur, Neue Bücher 31.05.2016

    “Das ist eine Begabung: eine Geschichte, ein Familienschicksal, ohne Pathos realistisch zu erzählen und sie auch angemessen zu interpretieren: subtil, aber nicht schwülstig. “
    Buchmarkt 01.05.2016

    “Fesselnd!”
    Allna Klappstein, BEAUTY Talk März 2016

    “Die Geschichte ist packend, ebenso begeistern die Sprache und der Erzählstil der Amerikanerin.”
    Tiroler Tageszeitung 27.05.2016

    “Meine Empfehlung: Unbedingt lesen!”
    Christel Engeland, General-Anzeiger 28.05.2016

    “Ihre brillant geschriebene Geschichte über das mysteriöse Verschwinden eines jungen Mädchens ist gleichzeitig das fesselnde Porträt einer schwierigen Familie.”
    Stern Crime 07/2016

    “Sie hat das Talent, leise Töne ganz lange nachschwingen zu lassen.”
    Bianca Schwarz, HR, Kulturfrühstück 30.05.2016

    “Unsere Rezensentin Renée Zucker ist angetan von dem New York Times-Bestseller.”
    RBB Inforadio, Quergelesen 05.06.2016

    “Ein ausgezeichnetes Psychogramm einer amerikanischen Familie der Siebzigerjahre, großartig geschrieben und lange im Gedächtnis haftend!”
    Barbara Scheele, vorablesen.de 17.05.2016

    “Ein Roman, der unter die Haut geht und zum Nachdenken anregt.”
    Friederike Ritterbusch, derachentaler.de 08.06.2016

    “Prognose: Von Celeste Ng wird in den kommenden Jahren noch viel Gutes zu hören und zu lesen sein.”
    Michael Lehmann, Cuxhaven Kurier am Sonntag 04.06.2016

    “Celeste Ngs großartiges Debüt: ›Was ich euch nicht erzählte‹.”
    Michael Hirz, Kölner Stadt-Anzeiger 03.06.2016

    “Celeste Ng, in den 80er Jahren geborene Tochter von Einwanderern, hat einen tollen Roman geschrieben, hart und eindringlich (…).”
    Aachener Nachrichten 31.05.2016

    “Mit ihrem psychologischen Roman zieht Celeste Ng ihre Leser mitten hinein in einen Strudel aus Lügen, Verrat und Täuschung, aus dem man sich kaum mehr zu befreien vermag.”
    Stefanie Rufle, booksection.de 30.05.2016

    “Ein Buch voller starker Worte, dessen berührendester Teil die Dinge sind, die nicht gesagt werden.”
    OWL am Donnerstag 23.06.2016

    “Celesten Ng hat einen dunkel vibrierenden Familienroman geschaffen.”
    Peter Henning, Schweiz am Sonntag 26.06.2016

    “Celeste Ng ist eine junge amerikanische Erzählerin mit außerordentlichem Potenzial.”
    Martin G. Wanko, Vorarlberger Nachrichten 25.06.2016

    “Einen verheißungsvollen Debütroman legt Celeste Ng hier vor.”
    Rainer Moritz, MDR Kultur, Buch der Woche 12.07.2016

    “Ein vielschichtiger, kluger und beklemmender Roman über das Bild einer Familie, die mit sich selbst und ihrer Wahrnehmung innerhalb der Gesellschaft und deren Rollenbildern hadert.”
    leseschatz.wordpress.com 31.05.2016

    “Ng erzählt sehr viel auf vergleichsweise wenig Seiten; präzise und dicht.”
    Wolfgang Hauptmann, Neue Luzerner Zeitung 07.06.2016

    “Ein raffiniert konstruierte Roman über die verhängnisvolle Macht des Ungesagten.”
    Petra von der Linde, der Bote am Mittwoch 13.07.2016

    “Es ist ein sehr einfühlsames und sehr spannend erzähltes Buch über die gescheiterten Lebensträume einer Frau, die alle ihre Hoffnungen in ihre Tochter setzt, die diese aber gar nicht erfüllen kann und will.”
    Martina Bittermann, Radio Bremen/Nordwestradio 16.06.2016

    “Ein nuancenreicher Familienroman über Träume und Enttäuschung, innere Wirklichkeiten, Einsamkeit und über den Kummer beim Erwachsenwerden.”
    Leut’ und Leben Juli 2016

    “Ein tolles Buch über verdrängte Sehnsucht und die zerstörerische Macht des Ungesagten.”
    Für Sie 04.07.2016

    “Celeste Ng – den Namen werde ich mir merken.”
    Angela Wittmann, Brigitte 20.07.2016

    “Darin, in der Konzeption einer Geschichte, ist Ng eine wahre Meisterin.”
    Luca Lavina, Basler Zeitung 17. August 2016

    “Celeste Ngs Roman ist spannend geschrieben und charaktisiert feinfühlig fünf Menschen, die alle den innigen Wunsch nach Akzeptanz und Liebe haben.”
    Annette Kaiser-Imholz, Sonntag 08.09.2016

    “Der Erstling von Celeste Ng ist ein packendes Familiendrama.”
    lift Stuttgart 01.07.2016

    “Ein großartiger Familienroman, der unter die Haut geht.”
    Manuela Haselberger, Eselsohr August 2016

    “›Was ich euch nicht erzählte‹ nimmt einen auf eine emotionale und aufwühlende literarische Reise mit – tragisch, traurig, das normale Leben erzählend.”
    Alexander Dengler, denglers-buchkritik.de 25.07.2016

    “Es ist zu hoffen, dass man künftig noch mehr von ihr liest.”
    Regula Tanner, Schweizer Familie 20.10.2016

    “Ein sehr beeindruckendes Buch.”
    Tina Schröder, Buchprofile/Medienprofile Jg. 61/2016, Heft 4 November 2016

    “Preisgekröntes Debüt einer außergewöhnlichen literarischen Stimme.”
    Zugerbieter 10.08.2016



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    Gefesselt von den Träumen anderer

    von

    Bärbel Kraberg



    – 05.06.2016

    In Ohio wächst Lydia mit ihren beiden Geschwistern Nath und Hannah in einer Familie auf, die irgendwie anders ist. Ihr Vater ist chinesischer Abstammung und ihre Mutter ist amerikanischer Abstammung. Das berufliche Ziel ihrer Mutter Medizinerin zu werden, gibt sie auf, als sie James Lee kennenlernt, sich in ihn verliebt und schließlich mit Nath von ihm schwanger ist. Ihren Traum kann sie nicht wirklich vergessen, obwohl noch zwei weitere Kinder diese Familie vervollständigen.
    Doch dann erscheint Lydia mit 16 Jahren eines Morgens nicht zum Frühstück, wird später dann nur noch tot aus dem nahe gelegenen See geborgen. War es Mord oder war es Selbstmord? Lest selbst ¿
    Die Familiengeschichte ist sehr einfühlsam geschrieben. Ich muss sagen, obwohl ich das Buch nun ausgelesen habe, beschäftigt es mich gedanklich noch immer weiter. Es ist doch vorstellbar, welche Ängste ein kleines Kind entwickelt, wenn die Mutter die Familie und somit auch sie kommentarlos im Stich lässt. Die Mutter habe ich beim Lesen immer mehr gehasst, ja richtiggehend gehasst. Wie kann man seine Familie im Stich lassen? Denn auch wenn das ein Jahrzehnt vor dem Tod von Lydia passiert ist und sie auch wieder zurück kam, sehe ich doch darin die Ursache für das Familienunglück. Wie man merken kann, bin ich immer noch sauer auf Marilyn Lee.
    Herzergreifend fand ich auch die Beschreibungen zur jüngsten Tochter Hannah. Dieses Mädchen, die ja im Grunde total feinfühlig ist, hat in der Familie ja kaum Beachtung, Liebe und Anerkennung gefunden. Ich wäre nicht verwundert, wenn Hannah an dieser Familie zerbrochen und auf die schiefe Bahn geraten wäre.
    Insgesamt vergebe ich 4 Lese-Sterne für diesen aufwühlenden, gefühlvoll geschriebenen Roman.


    hervorragend erzählt und fesselnd bis zum Ende

    von

    katze102



    – 10.06.2016

    Lydia ist tot, das weiß der Leser vom ersten Satz des Buches an. Aus unterschiedlichen Perspektiven wird Lydias Leben in den Spätsechzigern und 70er Jahren erzählt und das ihrer Familie, einer Zeit, in der Mischehen und Mischlingskinder in den USA kaum akzeptiert wurden. Es geht um Entscheidungen, Erlebnisse, Ängste und dem Gefühl des Anders- und Ausgegrenztseins, das auch ihre Eltern bereits in den 50er Jahren erlebten. Ihre Mutter träumte von einer Tätigkeit als Ärztin und war damit ihrer Zeit weit voraus; ihr Vater fiel als Asiat immer wieder auf, war dem Spott und Abgrenzung ausgesetzt. Und soviel hat sich dann an sozialer Akzeptanz in den wenigen Jahrzehnten nicht getan: Lydia und ihre beiden Geschwister fallen immer noch durch ihr Aussehen auf und ihre Eltern versuchen permanent, Lydia in ein besseres Leben zu helfen, stellen sie in den Mittelpunkt der Familie und überschütten sie mit ihren ehemaligen Wünschen und Zielen.
    Leider mangelt es in dieser Familie aber am Vermögen, mit einander zu reden, sich auszutauschen und auf einander einzugehen….

    Celeste Ng setzt aus vielen einzelnen Fragmenten ein sehr realistisches Bild der Familie zusammen, erstellt ein Psychogramm der Familie, zeigt auf, welche Auswirkungen Nichtgesagtes haben kann. Jedes Familienmitglied kennt höchstens einen Teil der Wahrheit und nur der Leser kann sich aus den Puzzleteilen ein Bild zusammen setzen und erfährt, was wirklich passiert ist. Klar und deutlich zeigt Celeste Ng auf, wie jedes Familienmitglied in den Strukturen und Regeln der Familie gefangen ist, wie eigene, nicht gelebte Träume andere in diese zwingen können und wie hilflos Kinder ihren Eltern ausgeliefert sein können und auf ihre eigenen Träume verzichten, zum Wohl der Eltern; immer wieder mußte ich an Heilkoptereltern denken, also eine durchaus zeitlose Familientragödie, die Celeste Ng hervorragend erzählt, fesselnd vom Anfang bis zum Ende.

    Ein Buch, das man gar nicht mehr aus der Hand legen kann, bevor man es zu Ende gelesen hat.


    Lydia

    von

    Tamaru



    – 01.06.2016

    Lydia ist tot
    Mit diesem Satz beginnt eine dramatische Geschichte, die das Leben einer Familie erzählt, die nach außen hin perfekt scheint. Doch nach dem Tod von Lydia beginnt diese Fassade zu bröckeln. Niemand will an einen Selbstmord von ihr glauben, denn sie war doch ein intelligentes Mädchen das große Träume hatte. Oder etwa doch nicht?
    Denn das erfahren nur wir Leser wenn wir hinter die Fassade der Familie kucken.

    Der Vater James, Sohn chinesischer Einwanderer, der möchte dass seiner Tochter die leidvollen Erfahrungen in seiner eigenen Jugend erspart bleiben.
    Die Mutter Marilyn, die ihren Traum Ärztin zu werden für die Familie aufgegeben hat und dies nie überwunden hat.
    Der ältere Bruder Nathan, der es nicht erwarten kann die Familie zu verlassen.
    Nesthäkchen Hannah, die mehr weiß als alle ahnen.

    Und all diese Erzählungen jedes einzelnen Familienmitgliedes ergeben langsam eine einfühlsame Geschichte über ein einsames Mädchen das einem unglaublichem Druck ausgesetzt war und sich nicht getraut hat, sich zu offenbaren. Denn in dieser Familie wird nicht über Probleme geredet, sie werden totgeschwiegen als gäbe es keine. Jeder muss alleine sehen wie er klarkommt.
    Und so nimmt ein Drama seinen Lauf das schrecklicher nicht enden könnte.

    Ein toller, einfühlsamer Roman der mich noch lange beschäftigt hat. Durch die detaillierte Beschreibung jedes einzelnen Protagonisten erhält man ganz langsam einen Einblick in ihre Gefühle und Gedanken und leidet mit ihnen.

    Durch den klaren Schreibstil mit kurzen Sätzen läßt sich das Buch gut lesen und fesselt bis zur letzten Seite.
    Deshalb eine klare Leseempfehlung.


    Mitreißend

    von

    Harakiri



    – 21.07.2016

    Wie konnte das passieren?
    Als Lydia verschwindet ändert sich das ganze Leben der Familie Lee. Zuerst wird von einer Gewalttat ausgegangen, doch der Nachbarsjunge, der zuletzt mit ihr zusammen war, schweigt. Lydias Bruder Nath verdächtigt ihn, Lydia etwas angetan zu haben. Doch dann empfindet die Polizei auf Selbstmord. Unfassbar! Wo Lydia doch so behütet und geliebt aufgewachsen ist.
    Zu geliebt?
    Nach und nach enthüllen sich im Verlauf der Rückblicke Dinge, die die Eltern nicht so gesehen haben. Doch hat sich Lydia wirklich selbst etwas angetan oder war es ein Unfall?

    Ein klarer Fall von Überforderung? Oder doch etwas ganz anderes? Ein Buch, das viele Fragen aufwirft, diese aber auch alle zufriedenstellend beantwortet. Eine Mutter verschwindet – und das hat Folgen. Für die ganze Familie, aber vor allem auf Lydia. Eine Mutter will ihre Träume durch ihre Tochter leben – doch das kann nicht gut gehen!
    Dieses Buch ist ein Highlight in meinem Lesejahr 2016. Klar und unverschnörkelt geschrieben, kraftvoll und ausdrucksstark erzählt. Und die Charaktere sind alle sehr plastisch dargestellt. Ich konnte mich in jeden von ihnen problemlos hineinversetzen. Da ist die Mutter, die will dass ihre Tochter ein schöneres Leben hat – und darüber aber das Wohl ihrer Kinder vergisst. Da ist die zweite Tochter, die kaum Beachtung findet und dennoch ihren Weg findet. Der Sohn, der raus will aus der Familie und der Nachbarsjunge, der jeden Tag ein anderes Mädel abschleppt – und doch ein Geheimnis mit sich herumschleppt.
    Auch die Geschichte hat mich an sich sehr fasziniert. Eine Geschichte um Eltern und Kinder. Um das Verstehen und Verstanden werden in einer Familie. Eine Geschichte, die Eltern zum Nachdenken bringt und vielleicht auch mal dazu, bei ihren Kindern nicht allzu ehrgeizig zu sein und diese ihren eigenen Weg gehen zu lassen.


    Eindringliiche Familiengeschichte

    von

    cachingguys



    – 31.07.2016

    Ende der 70-er Jahre wird in einer amerikanischen Kleinstadt die 16-jährige Lydia Lee vermisst und schon bald tot am See aufgefunden. War es Mord oder Selbstmord? Jedes Familienmitglied kommt zu Wort, einschließlich Lydia selbst. James, Lydias Vater, chinesisch-stämmiger Amerikaner und Universitätsprofessor, leidet unter dem latenten Rassismus. Seine Frau Marilyn, musste ihr Medizinstudium der Kinder Willen abbrechen und möchte nun Lydia auf diesen Weg gehen sehen. Sie wollte nie wie ihre Mutter werden, die ihre wichtigste Aufgabe darin sah eine gute Hausfrau und umsorgende Ehefrau zu sein. Lydias älterer Bruder Nath, intelligent und naturwissenschaftlich begabt, träumt von Harvard, steht aber immer hinter Lydia. Ihre jüngere Schwester Hannah ist viel sich selbst überlassen und beobachtet das Leben ihrer Familie. Lydia selbst hat Angst dass ihre Familie zerfällt und versucht den Erwartungen gerecht zu werden. Und dann ist da noch der zwielichtige Nachbarssohn Jack. Dieses Buch ist kein Krimi, sondern eine sehr emotionale Familiengeschichte einer anscheinend intakten Familie, in der Träume projektziert und Erwartungen bestehen, aber niemand traut sich offen darüber zu reden. So entsteht ein eindringlicher Roman über Geschlechtsrollen, geplatzte Träume, Sehnsüchte und zu große Erwartungen.


    Bewegende Familiendrama

    von

    larissaslawa



    – 28.06.2016

    Geschichte

    Lydia ist tot. Der erste Satz, ein Schlag, eine Katastrophe. Am Morgen des 3. Mai 1977 erscheint sie nicht zum Frühstück. Am folgenden Tag findet die Polizei Lydias Leiche.
    Die Lieblingstochter von James und Marilyn Lee war ein ruhiges, strebsames und intelligentes Mädchen. Für den älteren Bruder Nathan steht fest, dass der gutaussehende Jack an Lydias Tod Schuld hat. Marilyn, die ehrgeizige Mutter, geht manisch auf Spurensuche. James, Sohn chinesischer Einwanderer, bricht vor Trauer um die Tochter das Herz. Allein die stille Hannah ahnt etwas von den Problemen der großen Schwester.

    Bewertung

    Celeste Ng`s "Was ich euch nicht erzählte" ist eine sehr bewegende Familiendrama. Der Schreibstil der Autorin ist ruhig und klar, fast knapp. Trotzdem konnte sie viel Spannung aufbauen, so stellte man sich die Frage: war es Mord oder Selbstmord? bis zum Schlussteil.
    Die Charaktere aller Familienmitglieder gut beschrieben. Man konnte die Menschen beim Lesen vorstellen. Wenn man das Buch zu lesen beginnt, bleibt man in dieser Stimmung gefangen und es ist spannend bis zu letzten Seite.
    Ein lesenswerter Roman, der traurig bedrückend, aber auch bezaubernd auf den Leser wirkt. Ich werde mir die talentierte Autorin merken.


    Lydia ist tot

    von

    Martin Schult



    – 29.06.2016

    Eine fesselnde und ergreifende Geschichte über das Schicksal einer ganzen Familie.

    Lydia ist tot. Dies ist der erste Satz des Buches und auf ihn basiert die ganze Geschichte. Lydia ist ein junges Mädchen aus einer amerikanisch-chinesischen Familie und wird eines Morgens vermisst und kurz darauf auch tot im naheliegenden See aufgefunden. Die Frage, wie es zum Tod kommen konnte wird in dem Buch aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Im Vordergrund stehen hier die Familienmitglieder, die Eltern, die kleine Schwester und der Bruder. Wie sahen sie die Zeit mit Lydia, was haben sie mit ihr erlebt, welche Gefühle erzeugte ihr Zusammensein und wie erklären sie sich den Tod des Familienmitglieds.

    Celeste Ng erzählt ein wirklich ergreifendes Familiendrama mit einer unglaublichen Intensität. Der durchaus anspruchsvolle und tiefgehende Erzählstil fesselte mich an die Geschichte um den plötzlichen Tod eines jungen Menschen. Die Autorin hinterleuchtet dabei, wie es zu dem Tod des Mädchens kommen konnte. Alle Familienmitglieder einer scheinbar intakten Durchschnittsfamilie werden in ihrer Rolle dieser Gemeinschaft beschrieben und charakterisiert. Celeste Ng gelingt es eine dichte und intensive Atmosphäre zu schaffen und das Buch erhält dadurch eine ganz andere Art der Spannung. Spannend und gefühlvoll wird die Zeit vor und nach dem Tod von Lydia beschrieben. Was kann zum Tod des Mädchens geführt haben? Was hat dieser Tod ausgelöst? Die Schicksale der beteiligten Personen werden aufgezeigt und haben mich in ihrem Zusammenspiel fasziniert.

    Was ich euch nicht erzählte hat mich als Buch berührt und durchaus nachdenklich zurückgelassen. Ein wirklich tolles und ergreifendes Buch, welches von mir eine unbedingte Leseempfehlung erhält und aus meiner Sicht völlig verdiente 5 von 5 Sternen!!!


    Durchdachter Roman, der mit viel Tiefe die Probleme der Familie Lee aufarbeitet

    von

    Leyia



    – 22.08.2016

    Inhalt:

    In Celeste Ngs "Was ich euch nicht erzählte" geht es um Familie Lee und die Probleme, die sie mit ihrer Umgebung aber auch miteinander haben. Der Vater, James, ist das Kind chinesischer Einwanderer, Wissenschaftler und fühlt sich nie wirklich zugehörig. Die Mutter, Marilyn, wollte einmal Ärztin werden, musste diesen Traum aber opfern. Ihr Sohn, Nath, erinnert den Vater zu sehr an sich selbst und bekommt wenig Aufmerksamkeit von der Mutter. Beide Eltern legen ihre ganzen Hoffnungen in die älteste Tochter, Lydia, die stets bemüht ist die Träume ihrer Eltern zu erfüllen. Die jüngste Tochter, Hannah, wird dagegen meistens ignoriert. Als Lydia eines Tages verschwindet fangen die Familienmitglieder an darüber nachzudenken was schief gelaufen sein könnte. Und auch Jack, der in letzter Zeit viel mit Lydia zusammen war, hatte seine eigenen Gründe dafür.

    Meine Meinung:

    Das Cover ist leider nichts Besonderes. Der Inhalt dafür umso mehr. Die kurze Einführung ist recht anstrengend zu lesen, doch zum Glück entpuppt sich der Roman selbst dann als sehr flüssig, der Schreibstil ist gut zu lesen. Die Geschichte beschreibt mit viel Tiefe den emotionalen Hintergrund, die Wünsche und verlorenen Hoffnungen der einzelnen Familienmitglieder. Jeder hat seine ganz eigenen Gründe wieso er so handelt, wie er es tut. Und dies hat dann natürlich Auswirkungen auf die anderen Familienmitglieder. Das alles ist sehr schlüssig und das gesamte Konstrukt funktioniert sehr gut. Da man die Hintergründe aus verschiedenen Perspektiven erfährt, weiß man immer etwas mehr als die Personen selbst und erkennt wo Missverständnisse entstehen.

    Dieses Buch sollten sich besonders Eltern durchlesen, denn es ist wirklich erschreckend was man seinen Kindern in bester Absicht doch antun kann. Ich finde beide Eltern teilweise wirklich schrecklich, schlimmer noch als ihre eigenen Eltern. Die Kinder haben keine Möglichkeit sich frei zu entfalten und werden von den Vorurteilen der Eltern noch mehr eingeschränkt als von denen der Gesellschaft. Die Eltern hatten so eine klare Vorstellung von ihrem Leben und genaue Wünsche an ihre Zukunft. Und weil dies nicht so geklappt hat wie es sollte, wofür sie aber im Grunde selbst verantwortlich waren, zwingen sie nun ihre Kinder in diese Vorstellungen hinein und nehmen ihnen die Freiheit eigene Wünsche zu entwickeln. Am Ende hat nur der Leser einen kompletten Überblick über die Hintergründe und Ereignisse, die Familie selbst kann sich nur zusammenreimen was mit Lydia wirklich passiert ist.

    Fazit:

    Ein gut durchdachter Roman über die Beziehungen von Familienmitgliedern untereinander und was Eltern ihren Kindern in bester Absicht dennoch antun können. Die einzelnen Personen sind mit viel Tiefe charakterisiert und am Ende kennt nur der Leser alle Hintergründe und Ereignisse.


    von

    Tintenherz



    – 01.06.2016

    Inhalt:

    Die 16jährige Lydia Lee, Mitglied einer amerikanisch-chinesischen Familie mit insgesamt 3 Kindern, verschwindet und wird tot aufgefunden. In dieser Geschichte geht es nicht darum was geschehen ist, sondern warum es geschah. Es handelt sich um das Verborgene, das nicht Gesagte.

    Meine Meinung zu dem o. g. Buch:

    Das Cover ist eher schlicht gehalten, was aber die Aussagekräftigkeit dieses Buches keinesfalls schmälert.
    Der Schreibstil ist leicht und verständlich zu lesen.
    Die Autorin arbeitet sämtliche Details der einzelnen Familienmitglieder ausführlich heraus und taucht auch in die Vergangenheit. Jeder ist mit sich selbst zu sehr beschäftigt, so dass auf die ersten Anzeichen nicht geachtet wird. Sie ziehen sich zurück und versuchen, sich mit den Geschehnissen auseinander zu setzen. Nach und nach kommen die Gründe für das schreckliche Ereignis ans Tageslicht. Hier handelt es sich um Versagensängste und Integrationsproblemen.
    Die Autorin steigt in die Tiefe der Protagonisten hinab und zeigt ihre Verletzlichkeit und offenbart ihre verborgenen Gefühle.

    Fazit:

    Eine herausragende Darstellung einer Familie, die ihre Position in der Gesellschaft verloren hat.


    Sprachgewaltiges, ausgezeichnetes Debüt

    von

    CabotCove



    – 27.05.2016

    Bücher des Genres "Literatur" haben mich bislang immer ein wenig "abgeschreckt", weil sie erfahrungsgemäß thematisch meistens nicht wirklich meinem Geschmack entsprachen, aber Celeste Ng¿s Debüt "Was ich euch nicht erzählte" klang von der Geschichte her einfach so verführerisch, dass ich es doch unbedingt lesen wollte.
    Und dieses Buch hat dann meine "Abneigung" gegen das Literatur-Genre dann doch deutlich abgemildert.

    Das Jahr 1977 verändert das Leben der Familie Leewar für immer. James, ein chinesicher Einwanderer und seine Frau Marilyn haben drei Kinder: Nathan, Hannah und Lydia. Letztere verschwindet und man findet wenig später ihre Leiche.
    Die Spurensuche beginnt und während James vor Trauer zusammenbricht und Nathan den Mörder vermeintlich bereits zu kennen glaubt, begibt sich ihre Mutter auf eine manische Suche nach der Wahrheit. Wer hat das intelligente, junge Mädchen so brutal aus dem Leben gerissen ?

    "Was ich euch nicht erzählte" ist viel mehr als die bloße Geschichte über das Verschwinden eines jungen Mädchens.
    Es ist auch das Psychogramm einer Familie mit sehr unterschiedlichen Charakteren und wie diese mit diesem schlimmen Verlust umgehen, jeder auf seine Weise.

    Bis der Leser erfährt, was wirklich passiert ist, nimmt die Autorin ihn mit auf eine Reise, die sowohl spannend als auch berührend ist.

    Celeste Ngs Debüt ist nicht umsonst vielfach prämiert und auf dem Weg zur Verfilmung, es ist sprachgewaltig erzählt, sehr bildhaft, gut konstruiert und meisterlich präsentiert.


    Eindrückliches Psychogramm einer Familie

    von

    -Leselust-



    – 07.06.2016

    Kurzmeinung:
    Ein spannender Familienroman, der sehr eindrücklich das Psychogramm einer auf den ersten Blick ganz normalen Familie zeichnet. Doch jedes Familienmitglied hat seine kleinen Geheimnisse und so komm es nach jahrelangem Anstauen von kleinen Missverständnissen und Lügen zur Katastrophe. Erzählt in einer klaren Sprache und sehr beklemmender Atmosphäre.

    Klappentext:

    Lydia ist tot. Der erste Satz, ein Schlag, eine Katastrophe. Am Morgen des 3. Mai 1977 erscheint sie nicht zum Frühstück. Am folgenden Tag findet die Polizei Lydias Leiche. Mord oder Selbstmord?
    Die Lieblingstochter von James und Marilyn Lee war ein ruhiges, strebsames und intelligentes Mädchen. Für den älteren Bruder Nathan steht fest, dass der gutaussehende Jack an Lydias Tod Schuld hat. Marilyn, die ehrgeizige Mutter, geht manisch auf Spurensuche. James, Sohn chinesischer Einwanderer, bricht vor Trauer um die Tochter das Herz. Allein die stille Hannah ahnt etwas von den Problemen der großen Schwester. Was bedeutet es, sein Leben in die Hand zu nehmen? Welche Kraft hat all das Ungesagte, das Menschen oft in einem privaten Abgrund gefangen hält? Nur der Leser erfährt am Ende, was sich in jener Nacht wirklich ereignet hat.

    Zum Buch:
    Zu Beginn des Buches verschwindet also die Lieblingstochter der Familie: Lydia. Nach einiger Zeit der Suche wird bald die Leiche der 16-jährigen gefunden. Diese schockierenden Ereignisse reißen die Familie aus ihrem Trott und jahrelang angestaute Geheimnisse kommen langsam ans Licht.

    Das Buch wird abwechselnd aus Sicht der verschiedenen Familienmitglieder geschrieben. Da gibt es zum einen die Mutter Marilyn, die ihre großen Karrierewünsche für die Familie aufgab.
    Ich hätte das schaffen können Das hypothetische Plusquamperfekt, die Zeit der verpassten Chancen. (Marilyn, S.99)
    Den Vater James, der als Immigrant aus China sein Leben lang mit Vorurteilen zu kämpfen hatte und nie richtig seinen Platz in der Gesellschaft gefunden hat. Dann gibt es noch den ältesten Sohn, Nathaniel, der nie die Erwartungen seinen Vaters erfüllen konnte. Und Hannah, die Jüngste und meist von allen Übersehene.
    Diese auf den ersten Blick idyllische und völlig typische Familie hat aber viele Geheimnisse, die nach und nach ans Licht kommen. Jeder glaubt, den anderen zu kennen, und tut es doch nicht. Sie sind eine Familie, und doch ist jeder auf seine Art einsam, weil sich die Familienmitglieder zu wenig sagen, zu wenig zuhören und zu viel verschweigen, aus Angst, sich zu offenbaren und damit auch verletzlich zu machen. Ein Buch das zeigt, das man nie wirklich wissen kann, was in einem anderen Menschen vorgeht. Auch wenn man ihn noch so gut zu kennen glaubt.

    Das Buch spricht viele wichtige Themen an: Es geht um Immigration und Vorurteile, um Emanzipation, um Erwartungen der Eltern an ihre Kinder, um Mobbing, Einsamkeit und Kommunikation in der Familie.
    So kommt nach und nach zum Vorschein, wie sehr Lydia unter dem Druck gelitten hat, die Erwartungen ihrer Mutter zu erfüllen, die all ihre Wünsche und Träume auf ihre älteste Tochter projiziert hat.
    Und auch Nath kann die Erwartungen seinen Vaters nicht erfüllen. James erkennt sich selbst sehr stark in seinem Sohn und hätte sich doch eigentlich so viel Anderes, aus seiner Sicht Besseres für ihn gewünscht. James kann die Probleme seines Sohnes nachvollziehen, hatte er doch selbst mit Vorurteilen und Mobbing zu kämpfen. Und doch kann er nicht über seinen Schatten springen und ihm zeigen, dass er ihn versteht -oder noch viel wichtiger, dass er ihn liebt. Der Vater hat letztendlich auch Schuldgefühle gegenüber dem Sohn, die eine echte Nähe unmöglich machen.

    Meinung:
    Für mich ingesamt ein sehr gutes Buch. Die Charaktere sind sehr plastisch und echt, die Gefühle und Beziehungen gut beobachtet und feinfühlig beschrieben. Die Geschichte wird in einer klaren Sprache erzählt, die einen schnell ins Geschehen finden lässt.
    Die Erzählung ist gespickt mit kleinen Beobachtungen und Erinnerungen, die das Geschehen nah und echt wirken lassen. So zum Beispiel, als James sich mitten im Streit mit Marilyn daran erinnert, wie sie beide bei einer zärtlichen Berührung gleichzeitig Gänsehaut bekommen haben, und James dieser engen Verbindung nachtrauert.

    Der Aufbau ist meistens klar, doch die erwähnten Perspektivwechsel passieren oft recht abrupt und mitten in einem Absatz, so dass für mich manchmal nicht ganz klar war, aus wessen Sicht wir das Geschehen gerade geschildert bekommen. Da muss man wirklich aufmerksam lesen. Aber das lohnt sich auf jeden Fall, denn neben den Perspektivwechseln gibt es auch immer wieder Zeitsprünge und so erfahren wir Stück für Stück mehr über die Familie Lee.
    Die Zeitsprünge fand ich auch in sofern spannend, da zu anderen Zeiten eben andere Konventionen geherrscht haben, und man sich mit einem anderen Gesellschaftsbild konfrontiert sieht. So ist etwas, was uns heute selbstverständlich erscheint -zB das beide Elternteile arbeiten gehen- damals noch ein Tabu. Unter diesem Aspekt bekommen die Gedanken, Wünsche und Handlungen der jeweiligen Charaktere eine neue Bedeutung.

    Die Geschichte ist dabei die ganze Zeit plausibel und nachvollziehbar. Der Leser bemerkt voll Bedauern, wie all die kleinen Missverständnisse und Zurückweisungen sich über ein Leben addieren und schließlich in einer Katastrophe münden. Dabei ist man als Leser so nah am Geschehen, dass man von einer starken Beklommenheit erfasst wird.
    An vielen Stellen habe ich gedacht Hätten man diese Kleinigkeit anders gemacht oder hätte sie hier einmal genauer zugehört, dann wäre möglicherweise alles anders gelaufen. Und gerade dieses Realistische, diese Nähe, die Kleinigkeiten sind es, die in mir so eine bedrückende Stimmung erzeugt haben.

    Man liebte so sehr und erhoffte so viel, und am Ende hatte man nichts. (S.240)

    Leider ist der Schluss für mich ein bisschen aus diesem stimmigen Gesamtkonzept herausgefallen und hat mit dieser toll heraufbeschworenen Stimmung gebrochen. Für mich war es unglaubwürdig und nicht ganz stimmig, wie sich dann auf einmal doch alle Familienmitglieder versöhnen und sich verstehen wollten. Ich hätte mir gewünscht, dass mich die Autorin mit diesem beklemmenden Gefühl zurücklässt. So hatte ich das Gefühl, dass auf Krampf eine Art Happy End gesucht wurde.
    Insgesamt aber ein eindringlicher und einfühlsam geschriebener Familienroman, den ich sehr empfehlen kann. Das Buch lässt einen über seine eigenen Beziehungen nachdenken und es gibt viele eindringliche Zitate, die mich noch eine Weile begleitet haben.

    So wie die Erinnerung an geliebte Menschen, die man verloren hat, sich immer weiter glätten, vereinfachen und ihre Vielschichtigkeit verlieren (S.263)


    Es sollte mehr miteinander geredet werden

    von

    Inge H.



    – 21.06.2016

    Celeste Ng schrieb mit "Was ich euch nicht erzählte" ein fesselndes Familienporträt und es ist ihr
    Debütroman.

    Der erste Satz ist "Lydia ist tot".
    Der Vater James Lee ist chinesischer Abstammung und Lehrer, die Mutter Marylin ist Anerikanerin, die eigentlich Medizin studieren wollte..
    Die Kinder Nath, Lydia und Hannah sehen asiatisch aus, nur Lydia hat blaue Augen, sie ist ein schönes Mädchen.
    Die Familie ist in einer kleinen Stadt in Ohio ziemlich isoliert.
    Das es in der Schule Probleme gibt bemerken die Eltern nicht. Sie haben nicht bemerkt das Lydia keine Freundin hat und ihre Leistungen in der Schule schlechter wurden.
    In dieser Familie wurde über Probleme nicht gesprochen.
    Als Nath und Lydia klein waren, gab für sie ein Erlebnis, das sie der Mutter jetzt alles recht machen müssen. Am meisten frisst Lydia alles in sich hineien.
    Es erschüttert mich beim Lesen, wie es in dieser eigentich intakten Familie doch so schweigsam zugeht.

    Celeste Ng zeichnet die Charaktere und Eigenschaften aller Familienangehöriger sehr schön.
    Das Leben James und Marylin, wird schon ab ihrer Kindheit erzählt und dann kam ihre Liebesbeziehung..
    Dann kommen auch die Kinder zu Wort.

    Besonders waren die Empfindungen des Nachzüglers Hannah, sie wurde oft einfach übersehen.
    Das Verschwinden von Lydia liest sich wie ein Krimi. Was ist passiert, war es Mord oder Selbstmord? Die Frage stellte sich mir bis zum Schluss.

    Die Stimmung in dem Roman ist ruhig, teils traurig bedrückend, aber auch bezaubernd.
    Ich habe den Roman mit Spannung gelesen, ich war gefangen von der Stimmung.
    Die Autorin muss ich mir merken, ich würde gerne mehr von ihr lesen.


    Dieses Buch macht deutlich, wie wichtig Kommunikation ist!

    von

    Wencke



    – 03.07.2016

    Dieses Buch spielt zwar in den 70-er Jahren in den USA, aber es ist hochaktuell!

    Eines Morgens erscheint die 16 Jahre alte Lydia nicht zum Frühstück, in ihrem Zimmer ist sie nicht. Sie scheint spurlos verschwunden zu sein. Sie wird tot in einem See in der Nähe gefunden. Auf der einen Seite sieht es nach Selbstmord aus, auf der anderen Seite ist die Mutter davon überzeugt, dass ihre Tochter so etwas nicht tun würde.

    Nach und nach werden die Probleme, die jedes einzelne Familienmitglied hat, sehr deutlich. Lydias Großeltern väterlicherseits sind aus China eingewandert. Lydias Mutter ist amerikanischer Abstammung. Nach außen ist das Anderssein von James und seinen Kindern deutlich zu erkennen. James hat sich mit dem Anderssein arrangiert, bereits in seiner Kindheit war er ein Außenseiter und das hat sich auch nie grundlegend geändert. Er versucht, dass es seiner Tochter anders ergeht. Aber sehr schnell wird deutlich, dass Lydia keine Freunde hat und sie Ähnliches erleben muss, wie ihr Vater.

    Als die Eltern heiraten, treffen sie eine folgenschwere Entscheidung: Sie würden immer nach vorne schauen und nie zurück. Damit war der Grundstein gelegt, dass die wirklichen Probleme nie thematisiert wurden.

    Dieser Roman überzeugt durch einen großartigen Schreibstil und einer sehr mitfühlenden Erzählweise.

    Dieser Roman macht auch sehr deutlich, wie wichtig es ist, dass man offen miteinander umgehen sollte und gerade auch in der Familie Probleme thematisiert werden sollten und auch dass Schwächen akzeptiert und zugelassen werden.


    Was Lydia verschwiegen hat

    von

    Ecinev



    – 25.06.2016

    Ein Kleinstadt in Ohio in den 70er Jahren. Eine Amerikanisch-Chinesische Familie, damals ausgegrenzt von der Gesellschaft und wie Exoten behandelt. Eines Morgens erscheint die 16 jährige Tochter Lydia nicht beim Frühstück. Sie ist tot aber das weiß die Familie noch nicht. Einige Tage später wird ihre Leiche in einem nahegelegenen See gefunden obwohl Lydia gar nicht schwimmen kann. Was ist passiert.

    Die Frage klärt sich für den Leser erst am Ende und spielt dann eigentlich schon gar keine Rolle mehr. In Rückblicken wird erzählt wie die Familie langsam zerbricht. Erzählt wird in ruhigen eindrucksvollen Worten von übertriebenen Vorstellungen und Wünschen der Eltern vor allen an Lydia. Die anderen Kinder, der Bruder Nath und die jüngere Tochter Hannah werden regelrecht vernachlässigt. Dabei hat Nath eine Zusage von Harward erhalten und wird im Herbst die Familie verlassen. Hannah, die jüngste wird von allen übersehen und beobachtet klein zusammengekauert in der Ecke wie die Familie lansam zerbricht.

    Lydia die die blauen Augen ihrer amerikanischen Mutter geerbt hat, soll einmal ein besseres Leben haben als ihre Mutter die ihren Traum Ärztin zu werden der Familie wegen aufgegeben hat. Ein kurzes Intermezzo an einer Universität endet als sie mit Hannah schwanger ist. Jetzt soll Lydia in ihre Fußstapfen treten. Der Vater, ein Geschichtsprofessor an einer Highschool, versucht als Außenseiter so angepasst wie möglich und wie alle zu leben und flüchtet sich doch in die Arme seiner chinesischen Lehrassistentin. Die ganze Liebe und Aufmerksamkeit richtet sich an Lydia die dem Druck nicht standhalten kann.

    Ein eindrucksvolles Buch über eine Familientragödie in ruhigen Worten erzählt von Celeste Ng. Wirklich beeindruckend.


    Was ich euch nicht erzählte

    von

    raschke64



    – 06.06.2016

    Amerika in den 1970er Jahren. Eine Familie mit drei Kindern. Eines Morgens wird am Frühstückstisch die mittlere Tochter Lydia vermisst. Ist sie ausgerissen, wurde sie entführt? Die Polizei sucht sie und findet sie ertrunken im See. Mord oder Selbstmord?

    Die Geschichte ist kein Krimi oder Thriller, wie man auf den ersten Blick denken könnte. Trotzdem ist sie spannend. Spannend, weil man wissen möchte, wie es dazu kam. Das Buch erzählt die Geschichte der Familie, die reichlich 20 Jahre früher begann. Die Mutter ist eine unangepasste junge Frau. Sie soll gemäß der damaligen Zeit gut heiraten. Doch sie will studieren und Ärztin werden. Dann lernt sie an der Universität ihren späteren Mann kennen. Er ist Amerikaner, doch stammt von chinesischen Einwanderern ab. Die Ehe ist für die damalige Zeit fast ein Skandal. Er bekommt nur in einer Kleinstadt Arbeit, sie schnell 2 Kinder und damit hat sich der Traum vom Studium erledigt. Sie bleiben immer Außenseiter und das bleibt auch bei ihnen Kindern so. So transportiert vor allem die Mutter ihre Träume auf Lydia und durch eine Verkettung unglücklicher Umstände wehrt diese sich nicht dagegen. Stattdessen hält sie eine Fassade aufrecht. Doch irgendwann funktioniert das Ganze nicht mehr.
    Auch wenn sich das alles vor vielen Jahren zugetragen hat, ist vieles auch auf die heutige Zeit übertragbar. Wenn man nicht miteinander redet, entstehen viel zu viele Missverständnisse, falsche Entscheidungen und Fehler. Das Buch gibt viele Anregungen zum Nachdenken, aber dazu ist es noch eine gute Geschichte und gleichfalls gut lesbar.


    Eine berührend erzählte Tragödie

    von

    sommerlese



    – 19.05.2016

    Dieser Roman führt in eine Zeit, als Mischehen in Amerika nicht toleriert wurden und deren Kinder automatisch Aussenseiter waren.

    Jedes Familienmitglied erlebt die Ausgrenzung in anderer Art und Weise und die Hoffnungen der Eltern für ihre eigenen aufgeschobenen Wünsche und Lebensträume manifestieren sich einzig in ihrer begabten Tochter Lydia, die Hoffnungsträgerin der ganzen Familie. Siehe Zitat! Sie soll diese Träume leben, aber sie zerbricht an dieser Aufgabe.

    Die Handlungsstränge wechseln zwischen Gegenwart und Vergangenheit ab, sie beschreiben die Jugend der Eltern, ihr Kennenlernen und die aktuellen Vorkommnisse der Familie. So bekommt der Leser allmählich ein umfassendes Bild dieser zerrütteten Familie. Die Andersartigkeit des Vaters, die aufgegebene Karriere der Mutter und die Kinder, die hinter Lydia zurückstehen. Die Tragödie ist unausweichlich, aber wie ist es zu dem Tod Lydias gekommen?

    Man erkennt, wie schwierig es für die Eltern ist, über ihre Probleme offen miteinander zu reden. Statt dessen flüchten sie sich in ein Leben der verdrängten Gefühle und erkennen nicht, dass auch ihre Kinder unter der Missachtung leiden. Die Familie versucht eigentlich nur, normal zu sein.

    Wie Lydia unter diesen Erwartungen zerbricht ist im Buch allmählich erkennbar. Sie sollte die Träume ihrer Eltern erfüllen. Ungesagte Worte haben ihr Schicksal besiegelt.

    Die Autorin hat mit solch eindringlicher Genauigkeit Gefühle und Gedanken in ihren Roman eingebaut, dass man gefesselt ist wie bei einem Krimi. Diese Familiengeschichte ist eine Tragödie, die einen nicht so schnell los lässt. Die ungesagten Worte wogen schwer und Lydia sollte die Träume ihrer Eltern erfüllen.
    Ich war beim Lesen tief betroffen und sah die unausgesprochenen Hilfeschreie der Kinder, die von den Eltern nicht gehört wurden, da sie auch als Paar nicht darüber sprechen konnten. Sie aber hatten mit Selbstzweifeln zu kämpfen und konnten die Kraft für andere nicht aufbringen. Genausowenig wie sie in Lydia einen eigenständigen Menschen mit eigenen Wünschen erkannt haben. Die ungesagten Worte wogen schwer und Lydia sollte die Träume ihrer Eltern erfüllen. Das musste sie mit ihrem Tod bezahlen.
    Doch am Ende steht trotz aller Trauer die Hoffnung, dass Hannah und Nath eine glücklichere Zukunft haben werden.

    Eine berührende Familientragödie, die zeigt, wie unausgesprochene Worte ins Aus führen können. Meisterhaft klar erzählt und voller Lebenserfahrung! Unbedingt zu empfehlen!


    Was geschah mit Lydia Lee ?

    von

    claudi-1963



    – 23.06.2016

    USA 1977 eine Kleinstadt in Ohio, die 16 jährige Lydia Lee wird eines Morgens vermisst, das Bett ist unangerührt und keiner weiß wo sie sein könnte. Jack ein Junge aus der Nachbarschaft hat sie sehr wahrscheinlich das letzte Mal gesehen, schweigt jedoch. Lydia stammt aus einer chinesisch-amerikanischen Familie, hat noch einen Bruder Nathan und ihre Schwester Hannah. Ihr Vater James ist Wissenschaftler und Mutter Marilyn hat ihr Medizinstudium der Familie wegen geopfert. Lydia ist das Lieblingskind beider Eltern, für sie möchte Marilyn die beste Zukunft, deshalb achtet sie darauf das Lydia fleißig lernt damit sich ihr Traum Ärztin erfüllen kann. Alles sieht nach heiler Welt aus, doch in jedem einzelnen wächst immer mehr die Unzufriedenheit, die an den Tag will. Als man wenige Tagen später die Leiche Lydia¿s am angrenzenden See findet ist die Tragödie groß. Erst geht man von einem Verbrechen aus, nach dem man jedoch keine Beweise findet, vermutet die Polizei ein Suizid. Aber Marilyn will das nicht glauben, schien doch Lydia ein glückliches Mädchen zu sein und so zerbricht die Familie immer mehr. Was ist wirklich in dieser Nacht geschehen? Und wie konnte es soweit kommen das diese Tragödie passierte?

    Meine Meinung:

    Celeste Ng ist mit ihrem Debütroman ein wirklich gutes, gleichzeitig aber auch tragisches Werk gelungen. Ihr geht es in erster Linie nicht darum zu fragen wie ist sie gestorben, sondern es geht um das warum. Warum ist dieses Unglück passiert, wie konnte es soweit kommen ohne das jemand etwas bemerkt hat? Dieser vielfach prämierte Bestseller beschäftigt sich mit den Konflikten von Mischehen in den USA. Den in den 50 er Jahren war eher außergewöhnlich, eine solche Mischehe einzugehen. Aber auch bei den Kindern gehörten Konflikte an der Schule zur Tagesordnung und meist wussten die Eltern nichts davon. So bekommt der Leser in diesem Buch eine Einsicht, über das was jeder aus dieser Familie denkt und erlebt hat. Es fügt sich von Kapitel zu Kapitel ein Puzzle zusammen, was einen erschüttert, beängstigt, aber auch nachdenken lässt. Das Buch hat mich emotional sehr ergriffen und ist auch nicht unbedingt etwas für schwache Nerven. Dieses Werk ist kein Krimi, kein Thriller sondern im Grunde ein Roman, bzw. ein Familiendrama. Am Ende des Buches wird der Familie bzw. den Eltern einige ihrer Fehler bewusst. Leider hat sich auch in unserer heutigen Zeit, was die Themen und Konflikte anbelangt nicht allzu viel getan. Noch immer gibt es Rassismus und Ausländerfeindlichkeit in der Welt, vor dem gerade die Mischehen und -familien am meisten betroffen sind. Auf jeden Fall ist dies ein lesenswertes Buch, das für mich in die Bestsellerliste gehört und 5 von 5 Sterne verdient hat.


    Lydia ist tot

    von

    Langeweile



    – 10.08.2016

    Lydia wird eines Morgens von ihrer Familie beim Frühstück vermißt und kurze Zeit später aus dem nahelegenen See tot geborgen.Die Ermittlungen der Polizei ergeben , daß es sich um einen Selbstmord handelt.
    Die Mutter Marilyn , der Vater James sowie ihre Geschwister Nath und Hannah sind gleichermaßen geschockt und versuchen , jeder auf seine Weise , mit dem Verlust umzugehen.Die Geschichte wird abwechselnd in der Gegenwart und in Rückblenden erzählt.
    James hat asiatische Wurzeln und hat Zeit seines Lebens um Anerkennung in der amerikanischen Gesellschaft gekämpft, Marilyns Traum war es Ärztin zu werden . Beide versuchen auf unterschiedliche Weise ihre unerfüllten Wünsche auf Lydia zu übertragen , was jedoch misslingt. Nath und Hannah fühlen sich von ihren Eltern nicht beachtet , worunter sie sehr leiden.
    Der Autorin ist es auf hervorragende Weise gelungen ,eine Familiengeschichte und einen Gesellschaftsroman zu verbinden.Er bietet dem Leser reichlich Gelegenheit zum Nachdenken auch bezüglich auf das eigene Verhalten.
    Ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus.


    eine bewegende Familiengeschichte

    von

    Jbo



    – 19.06.2016

    Klapptext

    Lydia ist tot. Der erste Satz, ein Schlag, eine Katastrophe. Am Morgen des 3. Mai 1977 erscheint sie nicht zum Frühstück. Am folgenden Tag findet die Polizei Lydias Leiche. Mord oder Selbstmord?
    Die Lieblingstochter von James und Marilyn Leewar ein ruhiges, strebsames und intelligentes Mädchen. Für den älteren Bruder Nathan steht fest, dass der gutaussehende Jack an Lydias Tod Schuld hat. Marilyn, die ehrgeizige Mutter, geht manisch auf Spurensuche. James, Sohn chinesischer Einwanderer, bricht vor Trauer um die Tochter das Herz. Allein die stille Hannah ahnt etwas von den Problemen der großen Schwester. Was bedeutet es, sein Leben in die Hand zu nehmen? Welche Kraft hat all das Ungesagte, das Menschen oft in einem privaten Abgrund gefangen hält? Nur der Leser erfährt am Ende, was sich in jener Nacht wirklich ereignet hat.

    Meinung
    Eine sehr bewegenden und tiefgängige Familiengeschichte , die ich nicht als Thriller sonderen als ein Familiendrama bezeichen würde.
    Jedes einzelne Familienmitglied wurde von Celeste Ng sehr gut beschrieben, so dass ich mir von jeden Protagonisten ein sehr gutes Bild machen konnte.
    Der Schreibstil ist klar und schnörkellose, in kurzen und knappen Sätze verpackt.
    Eine sehr spannende und tiefgängige Geschichte, die mich nachdenlich zurückgelassen hat.


    Anderssein

    von

    cosmea



    – 06.07.2016

    In Celeste Ngs Debütroman "Was ich euch nicht erzählte" geht es um eine Familie in einer Kleinstadt in Ohio im Jahr 1977. James, der Vater ist Amerikaner mit chinesischen Wurzeln und unterrichtet am örtlichen College amerikanische Geschichte. Seine Frau Marilyn ist eine weiße Amerikanerin, die ihr Medizinstudium wegen ihrer Schwangerschaft abbrechen musste und genau das wurde, was sie immer abgelehnt hatte: Hausfrau und Mutter. Außer ihrem konkurrenzlosen Liebling Lydia haben sie noch den älteren Sohn Nathan und die 11jährige Hannah. Eines Morgens erscheint Lydia nicht zum Frühstück. Zwei Tage später findet die Polizei ihre Leiche in einem See. Ein Unfall, Selbstmord oder Mord?

    Vom ersten Satz an weiß der Leser, dass Lydia tot ist. Es geht der Autorin also nicht um eine übliche Krimi- oder Thrillerhandlung, auch wenn der Roman in den USA als "crime thriller" bezeichnet wird. Es geht um das Wie und Warum. Sehr schnell wird deutlich, dass in dieser Familie so einiges nicht stimmt. Jeder hat hier ein Geheimnis, das er mit niemand teilt. Nathan weiß einiges mehr über das Leben seiner Schwester als seine Eltern. Die letzten drei Monate vor ihrem Tod hat sie sich mit Jack, einem dubiosen jungen Mann aus der Nachbarschaft getroffen, den Nathan für den Schuldigen hält. Die kleine Hannah verfügt in ihrer Rolle als Beobachterin, die alle übersehen, über fast telepathische Fähigkeiten. Sie weiß genau, was in Lydia vorgeht und hat ihre Schwester in der bewussten Nacht weggehen sehen. Weder Nathan noch Hannah teilen ihr Wissen mit den Eltern oder der Polizei.

    Erzählt wird die Geschichte mit ständig wechselnden Perspektiven und auf verschiedenen Zeitebenen, die auch die Vergangenheit der Eltern einschließen. Der Leser kennt die Gedanken und Gefühle der Protagonisten und verfügt über einen Informationsvorsprung gegenüber den Beteiligten. Nur der Leser erfährt am Ende, warum Lydia wirklich starb. Die Eltern und Geschwister gewinnen nur bis zum einem gewissen Grad neue Erkenntnisse. Der Vater versteht, dass sich seine Hoffnung, seine Kinder würden als Repräsentanten der dritten Einwanderergeneration akzeptierte und voll integrierte Mitglieder der Gesellschaft sein, nicht erfüllt hat. Er hat sich ein Leben lang mit denselben Klischees und Beleidigungen konfrontiert gesehen: Schlitzauge, begleitet von den entsprechenden Gesten, Frühlingsrollen, Kegelhüte¿ (z.B. S. 190) Am längsten erliegt die Mutter der Illusion, eine rundum glückliche, brillante Tochter zu haben, der eine große Zukunft als Ärztin oder Naturwissenschaftlerin bevorsteht.

    Neben der Thematik der gestörten Kommunikation, die auf viele Familien zutrifft, sind dies die spannend und berührend umgesetzten Themen des Romans: zum einen der allgegenwärtige Rassismus im Amerika der damaligen Zeit und die Ausgrenzung von gemischtrassigen Familien, von allen, die anders sind und anders aussehen und die Verheerungen, die Eltern mit einem falschen Verständnis von Erziehung bei ihren Kindern anrichten. Lydia leidet sehr unter dem von den Eltern ausgeübten Druck. Sogar jedes einzelne Geschenk ist eine unausgesprochene Erwartung, fordert ein bestimmtes Verhalten ein. Lydia weiß, dass Aufmerksamkeit mit Erwartungen einherging, die – wie Schneeflocken – in der Luft trieben, sich niederließen und einen dann mit ihrem Gewicht erdrückten. (S. 256). Ihr Tod zerstört die nach außen intakte Familie vollends. Kann es für die Überlebenden einen Neuanfang geben?

    Mir hat dieses berührende Psychogramm einer nicht funktionierenden Familie sehr gut gefallen.

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