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Produktdetails

Titel: Die Nachtigall

Autor/en: Kristin Hannah

ISBN: 335200885X

EAN: 9783352008856

Roman.

Originaltitel: The Nightingale.

3. Auflage.

Übersetzt von Karolina Fell

Ruetten und Loening GmbH

19. September 2016 – gebunden – 608 Seiten




Buch auf Deutsch!


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    Preis des Buches:

    Beschreibung

    Zwei Schwestern. Die eine kämpft für die Freiheit. Die andere für die Liebe.
    Der Weltbestseller – die Nr. 1 aus den USA.
    Zwei Schwestern im von den Deutschen besetzten Frankreich: Während Vianne ums Überleben ihrer Familie kämpft, schließt sich die jüngere Isabelle der Résistance an und sucht die Freiheit auf dem Pfad der Nachtigall, einem geheimen Fluchtweg über die Pyrenäen. Doch wie weit darf man gehen, um zu überleben? Und wie kann man die schützen, die man liebt?
    In diesem epischen, kraftvollen und zutiefst berührenden Roman erzählt Kristin Hannah die Geschichte zweier Frauen, die ihr Schicksal auf ganz eigene Weise meistern.
    In den USA begeisterte “Die Nachtigall” Millionen von Lesern und steht seit über einem Jahr auf der Bestsellerliste.
    “Ich liebe dieses Buch – große Charaktere, große Geschichten, große Gefühle.” Isabel Allende.

    Portrait

    Kristin Hannah, geboren 1960 in Südkalifornien, arbeitete als Anwältin, bevor sie zu schreiben begann. Heute ist sie eine internationale Top-Bestseller-Autorin und lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn im Pazifischen Nordwesten der USA und auf Hawaii.

    Pressestimmen

    ” […] eine anrührende Geschichte um Geschwisterliebe, Freiheitsstreben und über den Mut der angeblich Schwachen. ” Bücher – Das Magazin 20170101



    Bewertungen unserer Kunden


    von

    eulenmatz



    – 27.09.2016

    INHALT:
    Zwei Schwestern im von den Deutschen besetzten Frankreich: Während Vianne ums Überleben ihrer Familie kämpft, schließt sich die jüngere Isabelle der Résistance an und sucht die Freiheit auf dem Pfad der Nachtigall, einem geheimen Fluchtweg über die Pyrenäen. Doch wie weit darf man gehen, um zu überleben? Und wie kann man die schützen, die man liebt?
    In diesem epischen, kraftvollen und zutiefst berührenden Roman erzählt Kristin Hannah die Geschichte zweier Frauen, die ihr Schicksal auf ganz eigene Weise meistern.

    COVER:
    Das Cover des Romans ist sehr hochwertig verarbeitet und man muss aufpassen das in den Schutzumschlag kein Riss hinein kommt. Das Cover erstrahlt trotz des schweren Inhalts in hellen bzw. leuchtenden Farben. Ins Auge sticht die Abbildung der Nachtigall, auf dessen Körper der Eiffelturm zu sehen ist. Auch innen ist das Buch schön gestaltet. In den Buchdeckeln, sowohl vorne als auch hinten, ist jeweils die Fluchtroute von Paris nach San Sebastian dargestellt. Man bekommt gleich einen Eindruck, welchen langen Weg Isabelle auf sich genommen hat.

    MEINUNG:
    Dem Hype, der um das Buch gemacht wurde und immer noch wird, konnte auch ich mich nicht entziehen. Doch bei diesem Buch ist es anders. Die ganze Thematik des Zweiten Weltkriegs gehört nicht zu meinen Lieblingen in der Bücherwelt. Nicht, dass mich das nicht interessiert, ganz im Gegenteil. In meiner Jugendzeit habe ich mich sehr dafür interessiert und habe quasi alles in mich aufgesaugt. Irgendwann kam eine Zeit, in der ich die Bilder und das ganze Grauen einfach nur noch schwer ertragen konnte, ohne davon schlaflos Nächte zu bekommen.
    Die Nachtigall allerdings spielt in Frankreich und wie in Frankreich der Zweite Weltkrieg vor allem für die Zivilbevölkerung war, ist weder Teil des Schulunterrichtes, noch häufig der Ort des Geschehens in Bücher und Filmen. Der Roman liefert für mich erstmals ein Portrait, wie der Krieg seine Spuren in Frankreich hinterlassen hat. Dieses Portrait liefert uns der Roman anhand der beiden Schwestern Isabelle und Vianne Rossignol. Zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Nach dem frühen Tod der Mutter werden sie von ihrem Vater ins ferne Carriveau zu einer fremden Frau geschickt. Die beiden Schwestern gehen damit unterschiedlich um. Vianne findet früh ihre große Liebe Antoine und Isabelle schlägt von einem Internat ins andere. Anstatt zueinander zu halten, liegt ein Graben zwischen den Schwestern.
    In der ersten Hälfte des Romans konnte ich weder mit Vianne noch mit Isabelle wirklich viel anfangen. Vianne ist sehr ängstlich und will die Dinge nicht wirklich war haben. Isabelle ist aufsässig, voller Widerstand und ich habe immer eine innere Wut in ihr gespürt. Beide sind sie zunächst naiv gewesen, jede auf ihre Art. Dennoch ist Isabelle von vornherein unerschrocken. Warum das so ist, wird im Roman nach und nach deutlich. Diese Unerschrockenheit verhilft ihr zu dem Mut, den sie braucht, um sich dem französischen Widerstand anzuschließen und abgestürzten Piloten über die französische Grenze über die Pyrenäen nach Spanien zu schleusen. Ich habe Isabelle dafür sehr bewundert, auch dafür, dass sie niemals an der Sache gezweifelt hat. Viannes Mann Antoine wird relativ früh für den Kriegsdienst eingezogen und ein Offizier der Wehrmacht, Beck, quartiert sich bei Vianne und ihrer Tochter Sophie ein. Vianne Teil der Geschichte spiegelt wider, wie es Frauen wie ihr zu der Zeit ergangen ist. Es gibt kaum noch etwas zu essen. Sie stehen unter ständigen Beobachtung der Deutschen und müssen unter deren Tyrannei leiden. Sie erleben wie enge Freunde und Familie in die KZs deportiert werden.
    Die Wege der Schwestern kreuzen sich immer mal wieder, aber im Großen und Ganzen erleben wir zwei verschiedene Geschichten. Es gibt noch eine dritte Person im Roman als Erzählerin, bei der lange verborgen bleibt, um wen es sich handelt. Diese Teile nehmen nur einen kleinen Teil ein, aber ich wollte unbedingt wissen, was da dahinter steckt. Die erste Hälfte des Romans fand ich interessant, aber sie konnte mich noch nicht so richtig packen, ganz im Gegensatz zur zweiten Hälfte. Hier hat es mich wirklich gepackt. Es passieren viele schreckliche Dinge, an denen beide Schwestern enorm wachsen und sie verlieren ihre anfängliche Naivität. Die Autorin hat manchmal Dinge angedeutet, die passieren könnten. Als die nicht sofort eintraten, habe ich mich in Sicherheit gewähnt, dass dieses Leid nicht eintreten wird und dann ist es doch passiert. Es ist kein reines Aneinanderreihen der Schrecken und Grausamkeiten dieser Zeit, aber Kristin Hannah beschönigt auch nichts. Das Schlimme daran ist, dass einem bewusst ist, dass das wirklich so passiert ist.
    Als sich das Buch dem Ende zugeneigt hat, habe ich immer mehr Angst gehabt weiterzulesen. Ich habe oft bei den Jahreszahlen am Anfang der Kapitel schon immer gedacht, dass sie es bald geschafft haben und nur gehofft, dass alle mehr oder weniger gut ausgeht. Dennoch hat mich das Ende so sehr berührt und ich hatte so einen dicken Kloß im Hals, wie es bei fast noch keinem Buch hatte. Ich habe den Fehler gemacht und habe es abends zu Ende gelesen. Die Nacht konnte ich vergessen. Das Buch lehrt einen auch, dass man sich unfassbar glücklich schätzen kann in einem Land zu leben, in dem Frieden herrscht.

    FAZIT:
    Kristin Hannahs Roman schildert die Geschichte zweier Frauen, die im Zweiten Weltkrieg Großes geschafft haben, stellvertretend für alle Frauen dieser Zeit. Es ist wichtig und richtig, dass diese Geschichte, wenn auch fiktiv, von möglichst vielen gelesen wird. Mich hat dieses Buch unfassbar berührt. Ich habe selten so mit Protagonistinnen gelitten und so viele schlaflose Nächte gehabt. Es ist kein nicht unbedingt ein Buch für zart Besaitete, aber es ist eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

    Ich vergebe 5 von 5 Sternen.


    Dieses Buch kann niemanden kalt lassen!

    von

    G. Schad Hugendubel Landshut



    – 26.09.2016

    Erzählt es doch davon, wie zwei Schwestern durch den Krieg gezwungen werden, sich zu positionieren.
    Die eine sehr ungestüm, laut, vielleicht ein wenig unüberlegt. Die andere nach und nach aber dann konsequent. Beide handeln auf ihre Weise zutiefst menschlich.
    Ihre Geschichte ist bis zur letzten Seite nicht nur spannend sondern bewegend ohne kitschig zu sein.


    von

    Gisela Block



    – 24.09.2016

    Vianne und Isabelle sind Schwestern, jedoch vom Charakter her völlig unterschiedlich. Ihr Verhältnis zueinander ist denkbar schlecht, ändert sich aber auf dramatische Weise als die Nazis Paris und Teile Frankreichs besetzen. Auch bei Vianne auf dem Hof zieht ein ranghoher Nazi ein, und das ausgerechnet als Isabelle ebenfalls dort lebt und sich für den Widerstand im Untergrund engagiert…
    Ein hoch emotionaler, spannender Roman über zwei starke Frauen, die, jede auf ihre Weise, gegen die Besatzer kämpfen.


    Erschütterndes Kriegsschicksal zweier Schwestern

    von

    Lesestunde mit Marie



    – 26.09.2016

    Mit "Die Nachtigall" ist der bekannten und erfahrenen US amerikanischen Autorin Kristin Hannah ein zutiefst unter die Haut gehendes Werk gelungen. "Die Nachtigall" hat mich ähnlich stark ergriffen wie Irène Némirovskys "Suite Française". Beide Romane nehmen das Motiv des 2. Weltkrieges in Frankreich aus Sicht der Zivilbevölkerung auf. In Beiden spielt das Vichy-Régime eine direkte oder indirekte Rolle. Auf "Die Nachtigall" bin ich durch die Bloggeraktion des Aufbau Verlages und den Hinweis einer lieben Freundin gestoßen. Trotz Vorwarnung mussten zahlreiche Taschentücher herhalten, weil mich dieses Buch so bewegt hat. Ich benötigte einige Tage, um das Gelesene zu verarbeiten, möchte die Lektüre aber auf keinen Fall missen!

    Die Protagonistinnen dieses Romans sind zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während die ältere Schwester Vianne eher angepasst und ängstlich durchs Leben schreitet, ist die wesentlich jüngere Schwester Isabelle von klein auf ein Rebell. Beiden gemein ist der frühe Verlust der Mutter und die Abschiebung durch den Vater, der sie nach dem Tod der Mutter in die Obhut einer lieblosen Frau auf den Landsitz der Familie gibt.

    Die Haupthandlung spielt im 2. Weltkrieg, im besetzten Frankreich. Vianne lebt nach wie vor mit ihrem Mann Marc und Tochter auf dem Landsitz der Familie, doch Marc wird in den Krieg einberufen, so dass die etwas unselbständige Vianne plötzlich auf sich gestellt ist. Indes wird Isabelle mal wieder aus dem Internat geworfen und versucht erneut beim Vater Julien in Paris zu wohnen. Dieser schickt sie aber mit anderen Flüchtenden zu Vianne aufs Land. Auf dem Weg, den Isabelle nur widerwillig antritt, muss auch sie sich schließlich alleine durchschlagen und trifft auf Gaëton, einen jungen Widerstandskämpfer der Résistance. Mit ihm gemeinsam schafft sie es, körperlich völlig erschöpft sowie von den Ereignissen und Angriffen auf die Zivilisten zutiefst erschüttert, bis zum Familienlandsitz. Dort lässt Gaëton Isabelle alleine zurück.
    So bleibt Isabelle zunächst bei Vianne. Im Zusammenleben wird nur allzu deutlich wie unterschiedlich die Schwestern doch sind. Vianne gibt sich mehr oder weniger in ihr Schicksal und nimmt es hin, dass ein deutscher Hauptmann bei ihr einquartiert wird. Isabelle jedoch kann sich mit der Situation nicht abfinden. Daher schließt sie sich der Résistance an. Sie verteilt heimlich Flugblätter und später hilft sie sogar unter dem Decknamen Die Nachtigall Piloten der Alliierten über die Pyrenäen nach Spanien zu fliehen.
    Vianne muss derweil nicht nur die Trennung von ihrem Mann Marc ertragen, sondern auch die Deportation ihrer Freundin Rachel. Zudem muss sie für das Wohlergehen ihrer Tochter Sarah sowie ihren Ziehsohn Daniel sorgen – und das alles unter den Augen der Nazis und der unberechenbaren Kollaborateure.

    Kristin Hannah gelingt es, die bedrückenden Situationen, die an die physischen Grenzen führenden Repressalien, die vergiftete Atmosphäre und dramatischen Ereignisse so dermaßen greifbar zu machen, dass ich zuweilen das Gefühl hatte, direkt daneben zu stehen. Ich erlitt imaginär selber die physischen, und psychischen Qualen der Protagonisten. Besonders beeindruckt haben mich die Beschreibungen des heuschreckenartigen Überfalls der hungrigen Flüchtenden auf die Obst- und Gemüseanbauten Viannes, die versuchte Flucht Rachels sowie die Szenen der Deportation Isabelles und im Arbeitslager.
    Als bereichernd empfand ich zudem die zeitlichen Perspektivwechsel zwischen Heute und Kriegszeit, die zusätzlich Spannung erzeugten.
    Die Charakterzeichnungen des Romans sind so tiefgehend und realistisch, dass ich klare Vorstellungen entwickeln und die Veränderungen der Personen gut nachvollziehen konnte. Ob der widerwärtige, dicke und kollaborierende Polizist Paul, die gutherzigen aber handfesten baskischen Fluchthelfer Micheline Maribeau und Edouard, der trinkende, offenbar resignierte Vater, Buchhändler und Dichter Julien Rossignol oder die treue Freundin Rachel und die charakterlich stark unterschiedlichen deutschen Hauptmänner Beck und von Richter – jeder Charakter erhält genau die Tiefe und Entwicklung, die er benötigt.
    Sicher ist der Identifikationsgrad mit der kämpferischen Isabelle zunächst bei den meisten Lesern höher als mit der eher schwachen Vianne. Doch bei ehrlicher und kritischer Selbstbetrachtung sind die Charakterzüge Viannes sicher verbreiterter als die von Isabelle. Außerdem muss hier ihre Situation als Mutter in Betracht gezogen werden, die ihr die etwas defensivere Rolle zuweist.
    An dieser Stelle muss ich aufpassen, nicht zu viel zu verraten und ziehe daher nun mein Fazit!

    Fazit:
    Eine absolute Leseempfehlung für diese bewegende Kriegsgeschichte aus der Perspektive zweier Schwestern, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Mit emotionalen Schilderungen, tollen Charakterzeichnungen und geschichtlich interessanten Aspekten, schaffte es dieser Roman mich zutiefst zu ergreifen, nachdenklich zu stimmen und in seinen Bann zu ziehen!


    Dieses buch kann niemanden kalt lassen!

    von

    Anonym



    – 26.09.2016

    Erzählt es doch davon, wie zwei Schwestern durch den Krieg gezwungen werden, sich zu positionieren.
    Die eine sehr ungestüm, laut, vielleicht ein wenig unüberlegt. Die andere nach und nach aber dann konsequent. Beide handeln auf ihre Weise zutiefst menschlich.
    Ihre Geschichte ist bis zur letzten Seite nicht nur spannend sondern überaus bewegend ohne kitschig zu sein!


    Die Hoffnung hält sie am Leben

    von

    hasirasi2



    – 21.09.2016

    Frankreich, August 1939: Vianne ist Lehrerin auf dem Land, ihre Tochter Sophie 8, als ihr Mann Antoine einberufen wird. Ihre kleine Familie bedeutet Vianne alles, da sie nach dem Tod der Mutter schon mit 14 erwachsen werden musste. Noch schlimmer war es nur für ihre damals erst 4jährige Schwester Isabelle. Der Vater gab beide in eine Pflegestelle, wollte sich nicht um seien Töchter kümmern. Mit 16 war Vianne schwanger, mit 17 verheiratet – und endlich angekommen. Isabell wurde von da an von einem Internat zum nächsten weitergereicht, fühlte sich unwillkommen, ungeliebt.

    Juni 1940: Isabelle ist inzwischen 19 und fliegt schon wieder von der Schule. Sie kann und will sich nicht anpassen – wird es auch später im Leben nicht tun. Ihr Vater will sie nicht in Paris, in seinem Buchladen. Aber sie bleibt trotzdem, denn sie will eine Kriegsheldin werden. Dass ihr dies niemand zutraut, stachelt sie erst recht an. Doch dann marschieren die Deutschen in Paris ein und ihr Vater schickt sie gegen ihren Willen zu Vianne. Auf der Flucht dahin lernt Gaëton kennen und verliebt sich sofort. Er ist auf dem Weg zur Résistance, sie will mit. Von nun an wird es für sie nur darum gehen, ihm und allen anderen zu beweisen, dass sie für ihre Überzeugungen und gegen jede Vernunft kämpft – und dass sie es wert ist, geliebt zu werden.

    Vianne und Isabelle erleben den Krieg auf verschieden Art und Weise.
    Vianne bleibt in ihrem Dorf, hofft die ganze Zeit nur darauf, dass der Krieg endlich vorbei ist und ihr Mann nach Hause kommt. Eigentlich versucht sie sich auch aus allem rauszuhalten, nur ja nicht auffallen. Es reicht schon, dass der deutsche Hauptmann Beck bei ihr einquartiert wird. Zu Beginn arrangiert man sich nur, doch es ist Krieg, beide sind einsam, verzweifelt. Und dann sind da die jüdischen Kinder, welche von ihren Eltern getrennt werden. Sie hätten eine minimale Überlebenschance, wenn man ihnen falsche Pässe besorgen würde. Vianne denkt nicht wirklich über die Konsequenzen nach, sie tut es einfach, rettet unzähligen Kindern das Leben!

    Isabelle hingegen entwickelt den Pfad der Nachtigall: geheime Fluchtwege für die abgestürzten gegnerischen Piloten. Sie bringt viele von ihnen über die Pyrenäen, immer mit der Gefahr im Nacken, dass einer ein Spion ist oder die Deutschen im Gebirge auf sie lauern. Doch sie kämpft für ihre Überzeugung, will ihr Leben leben, brennt auf kurzer Flamme, wie man so schön sagt – aber sie lebt es in vollen Zügen und nimmt alles mit, was sich ihr bietet. Am Kriegsende bereut sie nichts. Sie hat alles erreicht, was sie je wollte!

    Letzten Endes führt der Krieg die Schwestern wieder zusammen, Vianne wird Isabelles Basis, wenn man so will. Sie lernen sich endlich besser kennen und können den Lebensentwurf der Anderen verstehen, akzeptieren und vor allem achten.

    Ich hatte mit dem Beginn des Buches einige Probleme, es war mir nicht eigenständig genug, erinnerte mich zu sehr an Jojo Moyes "Ein Bild von Dir". Aber bald entwickelte es eine ganz eigene Dynamik, wurde extrem fesselnd und sehr emotional. Für das letzte Drittel habe ich sogar eine "Nachtschicht" eingelegt, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht und habe dabei Rotz und Wasser geheult. Selten hat mich ein Buch so berührt wie die Geschichte dieser beiden starken Schwestern, die auf ihre jeweils ganz eigene Art und Weise für ihre Überzeugungen kämpfen.
    5 Sterne und meine unbedingte Leseempfehlung für "Die Nachtigall".


    Die Nachtigall

    von

    Buchmomente



    – 25.09.2016

    "Die Nachtigall" ist ein wirklich berührender und aufrüttelnder Roman über das schwierigste Kapitel deutscher Geschichte.
    Im Mittelpunkt stehen die beiden Schwestern Vianne und Isabelle, die unterschiedlicher nicht sein können – während für Vianne die Familie über allem steht, fühlt sich Isabelle eher als unabhängiger Mensch. Und auch als Frankreich von den Deutschen besetzt wird, geht jede der Frauen einen eigenen Weg – aber beide kämpfen auf ihre Weise gegen die Nazidiktatur.

    Auch wenn mich das Buch nicht von Anfang an packen konnte und es etwas Zeit brauchte, bis die Geschichte in Schwung kam, hat es mich letztlich doch überzeugen und fesseln können. Kristin Hannah hat mich mit ihren Beschreibungen in die furchtbare Zeit des von den Deutschen besetzten Frankreichs entführt – ich habe den Hunger der Bevölkerung genauso spüren können wie die Kälte des Winters, habe beim Schlange stehen, um etwas Essbares zu erhalten, mitgefühlt und viele schreckliche Bilder vor Augen gehabt. Dabei fand ich die Beschreibungen nie zu weitschweifend, sondern genau passend, so dass mein Kopfkino angeschaltet war. Überhaupt schafft die Autorin eine unglaubliche Atmosphäre mit ihrem Schreibstil, der gut zu lesen ist, dabei mitreißt und den Leser berührt. Einmal in der Geschichte angekommen, war ich dann auch gefesselt und gerade in der zweiten Hälfte konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Dabei ist die Autorin nicht zimperlich mit dem, was geschieht, hier wird nichts verharmlost oder beschönigt, sondern die Zeit so dargestellt, wie sie tatsächlich war – und auch wenn es eine fiktive Geschichte ist, konnte ich mir die beiden Schwestern Vianne und Isabelle genauso in dieser Zeit vorstellen.

    Beide Figuren waren sehr gut gestaltet und ich könnte gar nicht sagen, wer von beiden mir besser gefallen hat. Ich mochte Vianne mit ihrer bodenständigen Art, auch wenn sie nicht so revolutionär wie ihre Schwester war und man sie fälschlicherweise auch als untertänig oder gehorsam bezeichnen könnte – sie hat auf ihre Weise gekämpft und auch gehörigen Mut bewiesen; dass sie die Familie als höchstes Gut sieht, habe ich als sympathische Eigenschaft empfunden und daher auch mit ihr gelitten und gefiebert. Ihre kleinere Schwester Isabelle war da ganz anders – sie ist impulsiv und ein Kämpfertyp, nichts kann sie so schnell zurückschrecken. Manches Mal wirkt sie dabei ein wenig naiv, und oft hatte ich das Bedürfnis, sie einfach mal in den Arm zu nehmen in dieser von Angst und Schrecken geprägten Zeit. Sie hat sich einen anderen Weg des Widerstands ausgesucht und mich mit ihrer mutigen und anpackenden Art beeindruckt. Aber auch andere Charaktere sind gut gestaltet, besonders gefallen hat mir zum Beispiel der Vater Viannes und Isabells in seiner sehr tragischen Rolle.

    Man sollte sich wohl von dem Cover nicht in die Irre leiten lassen – so hübsch ich es auch finde, passt es meiner Meinung nach leider nicht zur Geschichte und lässt einen an etwas ganz anderes denken. Man sollte also keine romantische Liebesgeschichte in Paris erwarten – vielmehr bekommt man bedrückende und sehr emotionale Einblicke in das Leben zweier starker Frauen im besetzten Frankreich. Ich gebe dieser Geschichte 4,5 von 5 Sternen, einen halben Stern ziehe ich nur wegen des doch zögerlichen Einstiegs in die Geschichte ab.

    Mein Fazit
    Eine spannende und zugleich beklemmende Geschichte zweier Schwestern, die ganz unterschiedliche Wege des Widerstands gegen das Nazideutschland gehen. Der Schreibstil ist sehr atmosphärisch und hat bei mir einen ganzen Film im Kopf entstehen lassen, die Charaktere sind sehr gut gezeichnet und haben mich mitfühlen und -leiden lassen. Diese Geschichte ist wirklich eine emotionale Tal- und Bergfahrt – wer gerne Bücher liest, die sich mit dem zweiten Weltkrieg beschäftigen und dabei nichts beschönigen, sollte sich dieses Buch mal genauer anschauen. Ich gebe ihm 4,5 von 5 Sternen und ziehe einen halben Stern nur wegen des etwas zögerlichen Einstiegs ab.


    Etwas tun, auf das es ankommt

    von

    Janine2610



    – 19.06.2017

    Über den zweiten Weltkrieg haben wir alle vermutlich bereits sehr viel gelesen oder gelernt. Wie es den Männern an der Front ergangen ist, was sie durchmachen und erleben mussten, das wird einem in den unterschiedlichsten Situationen ja immer wieder mal ins Gedächtnis gerufen. Aber was ist eigentlich mit den Frauen, die den Krieg überstehen mussten? Haben die auch irgendetwas leisten müssen? Mussten sie Dinge entbehren, Opfer bringen, Hunger leiden? Kaum einer weiß viel über das Leben der Frauen während dem zweiten Weltkrieg. Dass diese es auch alles andere als leicht hatten und auf gewisse Weise ebenso einen großen Einfluss auf das Kriegsgeschehen hatten, ist vielen Menschen nicht bewusst. In diesem Roman, mit wahrem historischen Hintergrund, erzählt die Autorin Kristin Hannah von ebenjenen (französischen) Frauen und ihren erschreckend bewegenden Schicksalen.

    ~ Für uns war es ein Schattenkrieg. Und nachdem er vorbei war, gab es keine Paraden für uns, keine Orden und keinen Platz in den Geschichtsbüchern. Im Krieg taten wir, was wir tun mussten, und nachdem er vorbei war, sammelten wir die Scherben ein und fingen noch einmal von vorn an. ~
    (S. 599)

    Im Mittelpunkt der Geschichte stehen also die beiden französischen Schwestern Vianne und Isabelle. Während Vianne, Mutter einer kleinen Tochter, auf die Rückkehr ihres Mannes von der Front wartet, erlebt sie ihre ganz persönliche Hölle in ihrem eigenen Zuhause, denn dort quartieren sich nacheinander zwei deutsche Offiziere ein, mit denen beiden ziemlich schlecht Kirschen essen ist.
    Isabelle hingegen, die einen wirklich ganz eigenen Kopf mit widerspenstigem Charakter besitzt, ist, im Gegensatz zu ihrer Schwester, kein brav und still gehorchendes Mädchen, sondern jemand der aktiv Widerstand leisten will. Jede Aktion, die schlecht für die Nazis ist, ist ihr willkommen. Ihr Wesen lässt sich demnach in etwa so beschreiben: Wurde ihr gesagt, dass sie etwas nicht tun sollte, tat sie es erst recht, jede Mauer verwandelt sie in eine Tür.

    Jedenfalls durchleben die beiden Schwestern, mal zusammen, mal länger voneinander getrennt, eine Menge unschöne Momente. Sowohl große Verluste, sich Verlassenfühlen und hochgefährliche Situationen, als auch Hunger, Kälte und die permanente Angst vor dem Feind im eigenen Land sind Themen, die in diesen Jahren allgegenwärtig und kaum auszuhalten waren …

    ~ »Denke nicht darüber nach, wer sie sind. Denk darüber nach, wer du bist, und darüber, mit welchen Opfern du leben kannst und welche dir den Halt nehmen würden.« ~
    (S. 180)

    Für mich war diese Lektüre sehr spannend und mitreißend. Bewegend war vor allem die Tatsache, dass mir bewusst war, dass dies wahre Schicksalsgeschichten sind, die so tatsächlich stattgefunden haben. All die entsetzlichen Szenen, all das Leid, der Hunger, die Kälte, die Vergewaltigungen, Gewalt im Allgemeinen, der Tod … Es muss furchtbar gewesen sein, das mitzuerleben. Und ich ziehe meinen Hut vor all jenen Frauen, die in dieser Zeit die Kraft hatten, nicht aufzugeben, das überstanden haben und danach, auf welche Weise auch immer, mit ihren Verlusten zurechtgekommen sind.

    Ich kann euch allen dieses aufwühlende Stückchen Literatur nur ans Herz legen. Der Inhalt ist so gewaltig, so tiefberührend, dass er mich an manchen Stellen wirklich sprachlos zurückgelassen hat und das will schon was heißen. Aber von der Autorin habe ich glücklicherweise ja schon einmal ein derartig bewegendes Buch gelesen, deswegen steht fest: in naher Zukunft gerne Weiteres von Kristin Hannah!


    Fesselnder, spannender Roman mit sprachlichen Schwächen

    von

    Anonym



    – 05.10.2016

    Zugegeben, hätte ich nicht ein Exemplar des Romans gewonnen, um an einer Leserunde teilzunehmen, wäre ich über die Seite 100 wohl kaum hinausgekommen. Die Thematik interessierte mich brennend, aber sprachlich fand ich keinen Zugang zu dem Roman. Der Erzählstil gefiel mir nicht so recht, Sprache, Wortwahl und bildhafte Vergleiche erschienen mir nicht selten allzu trivial. Gott sei dank habe ich weiter gelesen, denn inhaltlich entwickelte sich die Geschichte um die so unterschiedlichen Protagonistinnen, die beiden Schwestern Vianne und Isabelle, zunehmend spannender und fesselnder.

    Kriegsjahre in Frankreich. Die Bevölkerung hat unter der Nazibesatzung zu leiden. Viannes Mann ist an der Front, sie ist voller Sorge um ihre Tochter Sophie und deren Schutz. Ihre impulsive Schwester Isabelle (die "Nachtigall"), tritt dem verhassten Naziregime vehement entgegen, schließt sich dem französischen Widerstand an und bringt sich oftmals selbstlos in Gefahr. Während Vianne eher zu Anpassung und Unterordnung unter die bestehenden Verhältnisse neigt, gibt sich Isabelle kämpferisch und kompromisslos. Im weiteren Verlauf habe ich beim Lesen ein Wechselbad der Gefühle durchlitten, getragen von großer Empathie für die beiden Schwestern und die Menschen ihres persönlichen Umfelds bis hin zu tiefstem Hass und Verachtung für die Vertreter des barbarischen nationalsozialistischen Regimes. Man weiß ja um die entsetzlichen Ereignisse dieser Zeit, meint, auf alles gefasst zu sein. Dennoch erschlägt einen die Konfrontation mit den unerträglichen Schicksalen völlig unschuldiger Menschen immer wieder aufs Neue, und Kristin Hannah mutet uns Lesern einiges zu. Fassungslos taucht man ein in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele, begleitet aber auch Charaktere wie Vianne, die über sich selbst hinauswachsen und einem den Glauben an einen Rest von Humanität zurückgeben. Je weiter ich die Geschichte gelesen habe, umso schwerer fiel es mir, das Buch aus der Hand zu legen. Temporeich und ohne Längen wird die Handlung vorangetrieben. Wie ein roter Faden durchziehen die zentralen Fragen die Ereignisse: Was bedeuten Liebe und Freundschaft in diesen Zeiten des Krieges? Wie weit können meine Verantwortung und mein Einsatz für Fremde gehen, wenn ich dadurch mein eigenes und das Leben meiner Liebsten riskiere? Mit ihren Figuren deckt die Autorin ein breites charakterliches Spektrum ab, wobei Vianne die erstaunlichste Entwicklung vollzieht. Sie wird zu einer unglaublich starken Frau, die bedingungslos jüdischen Kindern durch riskantes Handeln das Leben rettet und für ihre Ziele auch die abscheulichsten Demütigungen durch Nazi-Schergen über sich ergehen lässt.
    Fazit: Meine Kritik an der Sprache bleibt. Wer darüber hinwegsehen kann, den erwartet ein Roman, der ihm mehr als einmal das Blut in den Adern stocken und ihn nicht selten verzweifeln lässt.


    Ein epischer Roman, der unglaublich nahe geht

    von

    Buntes Tintenfässchen



    – 25.09.2016

    Nachdem ich erst vor Kurzem Romane gelesen habe, in denen es um die italienische Resistenza und den deutsch-polnischen Widerstand während des Zweiten Weltkriegs ging, hat mich Kristin Hannahs Die Nachtigall nun ins besetzte Frankreich mitgenommen. Sie erzählt die Geschichte zweier Schwestern, die schon immer ein schwieriges Verhältnis zueinander hatten und deren Prinzipien auch in Kriegszeiten weit auseinander gehen. Dabei gibt es auch eine Rahmenhandlung, in der eine der Schwestern im Jahr 1995 allmählich Abschied von ihrem Leben nimmt und sich an die Ereignisse während des Krieges zurückerinnert – doch erst am Ende erfährt der Leser, um welche der beiden es sich handelt. Und das kam für mich in jeder Hinsicht überraschend.

    Die Schwestern Vianne und Isabelle Rossignol (zu Deutsch: Nachtigall) wuchsen nach dem Tod ihrer Mutter getrennt voneinander auf und während die ältere Vianne so schnell wie möglich ihre eigene Familie mit ihrer Jugendliebe Antoine gründete, machte Isabelle es sich zur Aufgabe, aus jedem einzelnen Internat, in das ihr Vater sie steckte, zu fliehen und gegen sämtliche Regeln und Normen zu rebellieren. Als 1939 der Krieg nach Frankreich kommt, ist es für Vianne ein Schock, denn ihre heile Welt bricht zusammen, ihr Mann wird einberufen und mit den Deutschen kommen Hunger, Tod und Terror in das kleine, idyllische Städtchen, in dem Vianne und Antoine mit ihrer Tochter Sophie leben. Für Isabelle hingegen ist es, das Gefühl hat man zumindest anfangs, eine große Chance, denn endlich hat sie eine Aufgabe, wird gebraucht und kann ihre rebellische Ader nutzen, um etwas Gutes zu tun.

    Anhand dieser fiktiven Charaktere erzählt Hannah, wie der Krieg ein Land veränderte und seine Einwohner in unermessliches Leid stürzte. Detailgetreu und schonungslos zeichnet sie die sechs Jahre unter deutscher Besatzung nach und lässt nichts aus. Wie die zurückgebliebenen Frauen sich behaupten mussten, wie sie lernten, unter den Nazis zu leben, mit ihnen zu leben und gegen sie zu rebellieren, wie sie Familien zusammenhielten und Menschenleben retteten. Wie die Menschen hungern mussten, während sich die Besatzer die Bäuche voll schlugen, wie sie deren Willkür tagtäglich ausgesetzt waren und wie sie mit ansehen mussten, wie Freunde, Nachbarn und Familienmitglieder deportiert wurden. Und was die Mitglieder und Organisatoren der französischen Widerstandsgruppe Résistance aufs Spiel setzten, um für die Freiheit ihres Landes zu kämpfen.

    All das macht unheimlich betroffen und an einigen Stellen musste ich das Buch sogar kurz aus der Hand legen, um wieder frei atmen zu können. Immer wieder kam mir beim Lesen der Gedanke, dass es einfach nur Wahnsinn ist, was ein einzelner Mensch zu ertragen imstande ist und es ist einfach unmöglich, all das zu lesen, ohne sich ein bisschen für sein Land zu schämen. Und das ist gut so, denn es ruft einem ins Bewusstsein, für wie selbstverständlich man heutzutage vieles hält und wie einfach unser Leben doch im Grunde ist. Zumindest mir ging es so und ich hatte unglaublichen Respekt vor Hannahs Protagonistinnen – sowohl vor Isabelle als auch vor Vianne.

    Die beiden Schwestern könnten unterschiedlicher nicht sein und der Krieg und die deutsche Besatzung machen das so deutlich, wie vermutlich nichts davor oder danach. Isabelle ist eine furchtlose junge Frau, die das Herz auf der Zunge trägt und sich deshalb schon vor ihrer Tätigkeit mehrmals großer Gefahr aussetzt. Doch sie ist nicht nur widerspenstig und eigensinnig, sondern auch leidenschaftlich und unfassbar mutig, getrieben von einer fast schon übersinnlichen Kraft. Während sie in Paris als Kurier für die Résistance tätig ist und später mehr als hundert abgeschossene Fliegerpiloten der Alliierten auf dem Pfad der Nachtigall über die Pyrenäen in die Freiheit führt, ist die Gefahr stets deutlich spürbar an ihrer Seite und als Leser weiß man, dass die Frage nicht lautet, ob Isabelle irgendwann den Deutschen in die Hände fällt, sondern wann. Es ist von Anfang an eine Gewissheit, die man hat, weil man weiß, dass in diesem Krieg selten etwas gut gegangen ist. Weil man weiß, wie tödlich er war. Und das macht Isabelles Leistung umso unglaublicher.

    Übrigens ist sie kein heldenhafter Charakter, dessen Taten komplett der Fantasie einer Schriftstellerin entsprungen sind: Sie basiert auf einem realen Vorbild und zwar handelt es sich dabei um die belgische Widerstandskämpferin Andrée de Jongh, die eine Fluchtroute von Belgien über Frankreich bis nach Spanien etablierte und auf diese Weise 700 bis 800 Menschen, darunter 288 alliierten Piloten, zur Flucht aus den von den Nazis besetzten Gebieten verhalf. Zwischen dieser realen Heldin und Hannahs Charakter gibt es viele Parallelen und auch sonst spürt man auf jeder Seite, welche unglaubliche Recherchearbeit hinter dem Roman steckt und wie authentisch Hannah all diese historischen Fakten aufgearbeitet hat.

    Man könnte jetzt denken, dass in Hannahs Roman Isabelle die mutige, starke und Vianne die feige und schwache Schwester ist. Doch so einfach ist das nicht, denn Die Nachtigall zeigt, dass die Welt sich vor allem in Kriegszeiten nicht in Schwarz und Weiß teilt. Am Anfang scheint es so, als würde Vianne die Anwesenheit der Besatzer einfach dulden, als würde sie resignieren und einfach ihrer Wege gehen, um niemanden auf ihre Familie aufmerksam zu machen und schlichtweg zu überleben. Und nicht einmal das kann man ihr vorwerfen, denn an oberster Stelle steht für sie ihre Tochter und nicht nur eine Mutter kann nachvollziehen, dass sie alles tut, um Sophie zu schützen. Sie gerät immer wieder mit Isabelle aneinander, weil sie der Meinung ist, dass diese mit ihrer offen zur Schau gestellten Feindseligkeit gegenüber der Nazis ihrer aller Leben gefährdet und manchmal möchte man Vianne rütteln, ihr die Augen öffnen. Doch verurteilen kann man sie nicht, denn wer von uns weiß schon, was er getan, wie er reagiert hätte?

    Das Schicksal der beiden so unterschiedlichen Schwestern, die sich, wie sich am Ende herausstellt, doch gar nicht so unähnlich sind, regt zum Nachdenken an – für welche Seite hätte man sich selbst entschieden? Und am Ende zeigt sich, dass Hoffnung und Menschlichkeit auch in den dunkelsten Zeiten siegen und ich kann euch versprechen, dass ihr von Vianne noch überrascht sein werdet. Ebenso wie von ihrem Vater, der sich nie für seine Töchter interessierte, den der Erste Weltkrieg verändert hat und der nichts anderes zu sein scheint als ein verbitterter Säufer. Das, was alle in ihm sehen wollen, weil sich niemand die Mühe macht, hinter die Fassade zu blicken.

    Ich weiß, das sind große Worte, aber anders kann ich es einfach nicht ausdrücken: Die Nachtigall ist ein episches Meisterwerk von solch einer Kraft, dass man es manchmal kaum ertragen kann. Es ist in jeglicher Hinsicht emotional, ehrlich, packend und unglaublich mitreißend. Abends konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich immer wissen wollte (musste!), wie es weitergeht, nachts habe ich von der Geschichte geträumt (und das war sehr erschreckend, das könnt ihr mir glauben) und mehr als einmal kamen mir beim Lesen die Tränen. So bewegt war ich während der Lektüre eines Buches schon lange nicht mehr. Die Nachtigall ist in Kristin Hannahs Roman ein Symbol für die Liebe, die Hoffnung und den Kampf für eine bessere Welt und ihr Geist lebt nicht nur in der unerschrockenen Widerstandskämpferin, sondern auch in Vianne und jeder einzelnen Frau, die während dieser 6 dunklen Jahre nicht aufgab, sondern weitermachte – für sich, für ihre Familie und für das gesamte Volk. Die Nachtigall ist ein Roman über die Heldinnen des französischen Widerstands, über die Liebe und die Freundschaft, welche in Kriegszeiten so wichtig sind wie nichts sonst, über Schuld und über Vergebung. Und es ist ein Roman, den man, wenn man ihn einmal gelesen hat, niemals wieder vergessen wird. Es ist ein Roman, den man mit keinem anderen vergleichen kann. Das mag pathetisch und vielleicht auch übertrieben klingen, aber ihr könnt es mir glauben – Die Nachtigall ist ein modernes Meisterwerk. So einfach ist das!

    Mein Fazit:
    Dieses Buch ist unglaublich. Es ist eines der wenigen, das mich emotional so erreicht und mitgerissen hat, dass es mir weder im Schlaf noch tagsüber während der Arbeit noch sonst irgendwann aus dem Kopf ging. Ich habe geweint, mit den beiden Schwestern mitgefiebert, mit ihnen gelitten und mit ihnen geliebt und ich habe die Luft angehalten, wenn die Situation für Isabelle oder Vianne aussichtslos erschien. Ich habe immer noch einen Kloß im Hals, wenn ich daran denke, dass das, was Kristin Hannah in Die Nachtigall beschreibt, vor mehr als 70 Jahren grausame Realität für tausende von Frauen war. Dieses Buch ist episch und so gut, dass man die 600 Seiten gar nicht merkt und am Ende sogar enttäuscht ist, dass es vorbei ist. Es ist ein Buch, dass man gelesen haben muss. Ohne Wenn und Aber.


    Ein Wort ! GRANDIOS

    von

    Nicis Buchecke



    – 22.09.2016

    Selten sitze ich nach dem Beenden eines Romanes da und muss mich erst mal wieder sortieren. Ich kann gar nicht sagen, welche Gefühle gerade auf mich einströmen. Aber ich möchte zunächst von vorn beginnen.
    Ich bin auf dieses Buch durch sein wunderbar schlichtes und doch anziehendes Cover aufmerksam geworden. Der Klappentext wirkte eindringlich und da ich gerne Bücher lese, die sich mit der Thematik des 2. Weltkriegs befassen wollte ich dieses unbedingt lesen. Denn zuvor hatte ich noch kein Buch gelesen, welches in Frankreich spielt und die Besatzung schildert. Und dann beginnt man dieses Buch zu lesen und der Schreibstil lässt einen direkt abtauchen. Ich konnte förmlich die Bilder vor mir sehen und die Empfindungen der Menschen teilen. Es ist wirklich von der ersten Seite mitreißend und die Seiten fliegen nur so dahin. Die Autorin transportiert hier geschichtliche Fakten verpackt mit Emotionen wirklich bewegend an den Leser. Ich kann gar nicht in Worte kleiden, wie sehr mich dieser Roman schon von den ersten Seiten an bewegte. Und je besser wie die Charaktere kennen lernen und die Handlung voranschreitet, desto enger wird die Bindung zu den Protagonisten und je mehr hat man das Gefühl diese auf ihrem Weg direkt zu begleiten. Die Autorin hat wirklich sehr gut recherchiert und vermittelt dem Leser eindringliche Bilder dieser Zeit. Wir haben viele unterschiedliche Charaktere, die alle ihr eigenes Schicksal haben und damit zu dem großen Ganzem beitragen.
    Hauptsächlich geht es natürlich um Vianne und Isabelle, aber es gibt Kinder, Begleiter, Freunde und Gegner die den Weg der beiden begleiten und durch die auch der Roman so eindringlich wird. Die Autorin hat hier auch eine zweite Zeitebene eingefügt, diese spielt 1995 und stellt den Leser vor ein Rätsel, welches erst am Ende des Romans aufgeklärt wird. Und diese zweite Ebene ist nur ein kleiner Teil des Romans rundet diesen zum Schluss aber perfekt ab.
    Gerade auf den letzten 100 Seiten spitzt sich alles nochmal zu und man fängt das Hoffen und Bangen an. Verschiedene offene Fragen und Ungewissheiten werden geklärt und überrollen den Leser regelrecht mit Emotionen. Ich war sehr froh, dass ich eine Packung Taschentücher neben mir liegen hatte. Ich musste mich gegen Ende hin immer mal wieder vom Buch abwenden, die Emotionen sacken lassen, um dann weiterlesen zu können.
    Es ist wirklich ein überragender Roman über diese schlimme Zeit, der sehr viel Wissen vermittelt, ohne wie ein Sachbuch zu wirken. Viele verschiedene Facetten des damaligen Lebens werden beleuchtet und dem Leser nah gebracht. Für uns ist es heute unvorstellbar und ich habe großen Respekt vor den Leuten jener Tage, die diese grausame Zeit überlebt haben.
    Mir fehlen echt die Worte. Ich kann diesen Roman nur jedem ans Herz legen, denn er trifft mitten ins Herz.

    Liebe. Sie war der Anfang und das Ende von allem, das Fundament und die Decke und die Luft dazwischen.


    Ein sehr berührendes Buch…

    von

    Thomas Jessen



    – 19.09.2016

    Ich weiß ganz genau, dass ich mit meiner Rezension zu Diesem Buch dem Buch auf keinen Fall gerecht werden kann. Ein Buch welches mich auch Wochen nach dem Lesen immer noch bewegt.

    Der Autorin ist es sehr gut gelungen die Atmosphäre der Zeit während der Besetzung Frankreichs durch die Wehrmacht einzufangen. Man spürt die Furcht der Menschen einerseits und die Wut andererseits sehr gut. Und so kann man sich ein gutes Bild machen wie sich die Figuren gefühlt haben müssen.
    Sie skizziert das Leben zweier Schwestern im besetzen Frankreich. Die ältere wartet in ihrem Heimatort auf die Rückkehr ihres Mannes und die jüngere, rebellischere der beiden wird schnell erwachsen und schließt sich schließlich dem Widerstand an.

    Kristin Hannahs Schreibstil ist locker und leicht und so gelingt es schnell in die Story hinein zu kommen. Der Autorin gelingt es, insbesondere auch durch die plastische Beschreibung der Figuren und Schauplätze, dass mein Kopfkino sofort Stoff hatte um einen Film vor meinem inneren Auge ablaufen zu lassen. Nur selten gelingt es, dass mich ein Buch von Anfang an so fesselt wie dieses, welches mich schon auf den ersten Seiten abgeholt hat.

    Der Spannungsaufbau ist gut gelungen und mit jeder Seite konnte Kristin Hannah die Spannung noch steigern und bis hin zum Ende der Besatzung und dem großartigen Finale.

    Das Buch berührte und erschütterte mich gleichermaßen.

    Die Autorin war für mich bisher gänzlich unbekannt, jedoch denke ich dass ich künftig auch noch andere Werke von ihr lesen werde.

    Ich kann das Buch guten Gewissens weiterempfehlen und so vergebe ich die volle Punktzahl. 5 von 5 Sternen, plus eine Leseempfehlung.


    von

    mistellor



    – 08.11.2016

    Dieser Roman von der Amerikanerin Kristin Hannah beschreibt das Leben zweier französischer Schwestern während des zweiten Weltkrieges. Jede von ihnen überlebt den Krieg in Frankreich unter den Deutschen auf sehr unterschiedlichen Wegen.
    Ich hatte zu Beginn Schwierigkeiten in den Roman hineinzukommen. Die Beschreibung der Lebenswege vor dem Krieg konnten mich nicht fesseln. Das änderte sich schlagartig, als der Roman sich den Ereignissen nach dem Einfall der Deutschen in Frankreich widmete. Ab diesem Moment konnte ich den 600-Seiten langen Roman nicht mehr aus den Händen legen. Sehr emotional und sehr spannend wird der Lebensweg der Schwestern beschrieben. Unglaubliches Entsetzen, unglaubliches Staunen, unglaubliche Nichtgläubigkeit und unglaubliches Nichtverstehen wechseln sich beim Leser ab. Auch wenn diese Erzählung aus der Phantasie der Autorin stammt, weiß ich, das solche Erlebnisse in Frankreich und leider auch in Deutschland stattgefunden haben. Und man fragt sich als Leser unwillkürlich, wie hättest du dich verhalten in diesen Zeiten. Ich habe viele Romane aus dieser Zeit gelesen, aber noch niemals hat mich ein Roman so tief berührt wie dieser. Ich glaube, das liegt daran, dass er ein Leben unter widrigsten Umständen aus der Sicht von Frauen erzählt wird. Dazu gehört auch der Alltag unter diesen Umständen, dass sich doch deutlich vom Leben der Männer unterschied. Überleben um jeden Preis, damit die Familie überleben kann, mit der Angst zu leben, Überlebens-Kräfte zu entwickeln – all dies beschreibt der Roman auf wunderbare Weise.
    Verwundert hat mich, dass eine Amerikanerin so exakt das französische Lebensgefühl und das Leben in den 40- er Jahre in Frankreich beschreiben kann. Das hat sicher erhebliche Recherchearbeit gekostet. Und es hat sich gelohnt.
    Ich gebe dem Roman nur sehr unwillig 4 Sterne. Aber ich kann ihm wegen des stockenden Beginns leider keine 5 Sterne geben.


    toller Roman

    von

    simi159



    – 24.09.2016

    Zwei Schwestern, ein Weltkrieg, zwei Ansichten und doch nur ein Weg der zu gehen ist¿das ist "Die Nachtigall" von Kristin Hannah

    Isabelle und Vianne Rossignol wachsen ohne Mutter auf, der Vater gibt die Beiden auch dem plötzlichen Tod in die Obhut einer Ziehmutter auf dem Land und betreibt fortan weiter seinen Buchladen in Paris, ohne sich um seine Töchter zu kümmern.
    Während die Ältere, Vianne, auf dem Land Anschluß findet, Sohn verliebt, als bald Heiratet und eine Familie gründet. Hadert die jüngere, Isabelle, mit sich und hierum Leben. sie fühlt sich ungeliebt vom Vater, von der großen Schwerster verstoßen.Aus Internaten und von höheren Töchterschulen haut sie ab und geht nach Paris um dem Vater nah zu sein¿.

    Als Ende der 1930er Jahren sich Frankreich verändert, Viennas Mann eingezogen wird, ändert sich auch das Leben der Schwestern¿während die eine erstmal versucht, den Krieg auszuhalten, und ihrer Tochter eine gute Mutter zu sein, entscheidet sich die andere etwas gegen die Krieg und schließt sich der Résistance.

    Fazit:
    Dies ist keine leichte Kost, denn die Autorin Kristin Hannah, bringt alle Dinge, die in solch einem Krieg passieren können auf den Tisch. Wie die Schwestern, wächst man als Leser, in dieses Thema hinein, und hält mit fortschreiten der Geschichte auch immer mehr Grausamkeiten aus.
    Bei vielen Dingen am Anfang der Geschichte war ich unwissend, denn so genau habe ich die Rolle und das Verhalten von Frankreich im 2. Weltkrieg, und was wann geschehen ist, nicht präsent gehabt. Vichy-Regierung, DeGaul etc.

    Als Leser weiß man immer über Isabelle und Liane bescheid, abwechselt begleitet man die eine, dann die andere. Ihre Wege kreuzen sich immer wieder und soviel sei verraten sie lernen voneinander.

    Was mir gibt gefallen hat ist, dass ich mich nicht für eine der beiden entscheiden muss. Klar am Anfang ist einem die eine vielleicht näher als die Andere, je nachdem welche Lebenserfahrung, welches Alter man als Leser hat¿.
    ¿Doch je mehr man liest, je weiter die Geschichte voranschreitet, um so mehr möchte man wissen wie es weiter geht und man hofft, dass Beide lebend den Krieg überstehen. Dass die Schwestern an ihren Aufgaben reifen, sie voneinander lernen und als Geschwister wieder zueinander finden ist klar.

    Die Charaktere. Diese Geschichte dreht sich um zwei starke Frauen, die gut beschrieben sind und jede ist für sic authentisch.
    Auch die Veränderungen in ihrem Wesen, ihrem Charaktere, ihrer Denke, durch den Krieg, durch die äußeren Umstände und die Menschen, die ihnen dabei begegnen ist klar und voll nachvollziehbar.
    Es gibt genug "böse Charaktere", die unsympathisch oder auch sympathisch sind. Manche kann man hassen, und manchmal muss man vielleicht auch feststellen, dass es auch "das Gute" im Bösen gibt¿.

    Ein Lesenswertes, sehr bewegendes Buch, geschichtlich gut recherchiert, über zwei starke Frauen, nie kitschig, rührselig oder verherrlichend¿
    ¿.eher mutmachend sich im Rahmen seiner Möglichkeiten Dinge zu trauen und Gutes zu tun.

    Von mir gibt es 5 STERNE.


    Ein Roman der einem unter die Haut geht

    von

    Rebecca Kiwitz



    – 19.09.2016

    Zwei Schwestern die unterschiedlicher nicht sein könnten in einem von Deutschen besetzten Frankreich.
    Isabelle will sich nicht mit der Besetzung ihres Landes abgeben und schließt sich der Résistance an.
    Unter ihrem Decknamen "Nachtigall" findet sie einen Weg über die Pyrenäen der vielen Menschen das Leben rettet.
    Vianne dagegen sorgt sich um ihre Familie und versucht alles zu vermeiden womit sie Aufmerksamkeit auf sich lenkten könnte.
    Doch auch Vianne kann dem ganzen Grauen nicht tatenlos zusehen und ja auch in ihr regt sich er Widerstand.

    Ich wolle schon immer einen Roman von Kristin Hannah lesen und der Klappentext von diesem Buch hatte mich gleich angesprochen.
    Was mich erwarten würde wenn ich das Buch lese wusste ich nicht uns so bin ich völlig erwartungslos an den Roman rangegangen.
    Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen und obwohl es ein sehr schweres Thema ist bin ich sehr gut vorangekommen. Klar es war schon recht langsam, aber ich musste das Buch auch immer wieder unterbrechen um das gelesene sacken zu lassen.
    Was einem klar sein sollte, ist dass es hier auch recht "schlimme" Dinge zu lesen gibt und obwohl ich von meiner Oma über die NS-Zeit viel erfahren habe, war ich doch das eine oder andere Mal mehr als bestürzt.
    Als ich die letzten 2-3 Kapitel des Romans gelesen habe, sind mir nur noch Tränen die Wange runtergelaufen, so hat mich schon lange kein Roman mehr ergriffen.
    Mir persönlich hat auch der Erzählstil der beiden Schwestern zur NS-Zeit gab und einen der 1995 spielte war alles so klar durchstrukturiert, dass man allem sehr gut folgen konnte.
    Auch dadurch, dass man nicht wusste welche der Schwestern die Person im Jahre 1995 ist, bleibt eine Spannung und man überlegt sich wie wohl alles ausgegangen ist bzw. ob beide Schwestern den Krieg gut verarbeitet haben und ein neues Leben aufbauen konnten.
    Ich fand es auch spannend im Nachwort zu erfahren, dass die Autorin wahre Hintergründe verarbeitet hat wie eben die Frau die die Fluchtroute gefunden hat der eben wie die mutigen Frauen im Untergrund die für ihr Land gekämpft haben.
    Mit sehr viel Liebe zum Detail hat die Autorin den vielen verschiedenen Figuren des Romans Leben eingehaucht und dadurch konnte man sie sich sehr gut vorstellen.
    Ich könnte nicht sagen welche Figur mehr meine Sympathien hatte, denn beide Schwestern und ihre Familie waren mir von Anfang an sehr sympathisch.
    Obwohl ich noch nie in Frankreich war (außer dem Elsass) und ich auch erstmal im Atlas die genau Lage des Loire Tals nachschlagen musste, fand ich alles ehr gut beschrieben und man hatte beim Lesen die Orte vor Augen und hat so Vianne und Isabelle auf ihrem Weg begleitet.
    Ich glaube mit diesem Roman der mich tief berührt hat wurde mein absolutes Lesehighlight für dieses Jahr 2016 gefunden.
    Ich bin mir sicher, dass dies nicht mein letztes Buch der Autorin sein wird. Allerdings werde ich mit dem nächsten Buch mir noch viel Zeit lassen damit die Erinnerungen an dieses Buch etwas verblasst sind und ich so keinerlei Vergleiche anstellen werde.
    Nachdem mich dieses Buch so ergriffen hat bleibt mir gar nichts anderes übrig als die volle Punktzahl zu vergeben.


    Berührend & Beängstigend, voller Kraft & Liebe

    von

    LeseLiebe



    – 27.09.2016

    Nachdem ich Kristin Hannah dieses Jahr als Autorin für mich entdeckt habe, stand es außer Frage, dass auch ihr neuestes Werk den Weg in mein Bücherregal finden wird. Auf wundersame Weise fand kurze Zeit später eine Anfrage des Aufbau Verlages den Weg zu mir, in der es darum ging, sich für das Bloggerprojekt zum Buch Die Nachtigall bewerben zu können. Ein Wink des Schicksals, dachte ich mir, also Bewerbung abgetippt und bald darauf, durfte ich mich Teilnehmerin nennen.

    Die Nachtigall birgt schwere Kost, denn Schauplatz ist Frankreich im Zweiten Weltkrieg. Geht es in vielen Büchern darüber, wie die Männer die Zeit an der Front erlebten, so gibt uns Kristin Hannah in ihrem Buch einen sehr guten Einblick darüber, wie es den Frauen zu dieser Zeit erging.

    In der Liebe finden wir heraus, wer wir sein wollen. Im Krieg finden wir heraus, wer wir sind. (S. 7)
    Vianne und Isabelle sind Schwestern, die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch beide tragen ihr Herz am rechten Fleck, wie sich im Laufe der Geschichte herausstellt. Während Vianne versucht, ihre Tochter Sophie und sich selbst durch die schweren Zeiten von Essensrationen und Belagerungen zu bringen, so stellt sich Isabelle an die Spitze der sogenannten Francaise libres , die für Frankreichs Befreiung kämpfen. Beiden Frauen wird im Krieg alles abverlangt, hungern steht an der Tagesordnung, an jeder Ecke droht die Festnahme durch die Deutschen. Und doch schaffen es beide, jede auf ihre Weise, sich mutig gegen den Feind zu stellen, sich immer wieder aufzurappeln und für ihre Sache einzustehen. Beide Protagonistinnen werden von der Autorin dargestellt, als das was sie waren: großartige, mutige Frauen, die ums blanke überleben kämpfen.

    Liebe. Sie war der Anfang und das Ende von allem, das Fundament und die Decke und die Luft dazwischen. (S. 587)
    Kristin Hannah ist eine Autorin, die so bildhaft beschreibt, als stünde man mitten im Geschehen. Man fühlt die Angst, man riecht den Rauch, man hört Flugzeuge über sich dröhnen und hat das Ratatat der Gewehre in den Ohren. Die anhaltende Angst, der stete Hunger, das Leben ohne Heizung oder warmes Wasser, all das kann ich in der heutigen Zeit kaum nachvollziehen. Und doch ging es mir an die Nieren, zu lesen, wie es den meisten Menschen im Krieg erging. Und ich hoffe inständig, es nie selbst erleben zu müssen. Viele Stellen rührten mich zu Tränen, nicht nur weil es traurige Ereignisse waren, sondern weil es mich wütend machte, wie unfair mit den Menschen umgegangen wurde.

    Wunden heilen. Die Liebe bleibt. Wir bleiben. (S. 602)
    Mit Die Nachtigall ist der Autorin wieder einmal ein Meisterwerk gelungen, welches den Leser völlig einnimmt, das Herz berührt und zu Tränen rührt, ihn hoffen lässt, wo kaum Hoffnung zu sein scheint. Kristin Hannah liefert eine Geschichte, die das Leben geschrieben hat, genauso, wie es zu dieser Zeit war. Vianne und Isabelle stehen stellvertretend für all die Frauen, die im Krieg ihr Leben riskiert haben, um ein kleines Stück Gerechtigkeit zu erfahren, um ihre Lieben zu schützen und ihr Land zu verteidigen. Ich ziehe meinen Hut vor all den mutigen Frauen, die dieses Risiko auf sich genommen haben.

    Ein großartiges Buch, welches vor Kraft strotzt und den Leser bewegt. Ein Buch, welches ich kaum aus den Händen legen konnte. Ein Buch über die Liebe, die uns auf so viele Wege erreichen kann, wenn wir es zulassen und sie zu erkennen versuchen und über die Hoffnung, die wir nie aufgeben dürfen, so klein sie auch sein mag.

    Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe. (1.Korinther 13)
    Ich bedanke mich beim Verlag Rütten & Loening für die Möglichkeit, das Buch als Rezensionsexemplar lesen zu dürfen.



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