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Produktdetails

Titel: Die Chroniken von Narnia – Der König von Narnia (Bd. 2)

Autor/en: C. S. Lewis

EAN: 9783764190248

Format: 

EPUB

Übersetzt von Wolfgang Hohlbein, Christian Rendel

Ueberreuter Verlag

22. November 2013 – epub eBook – 168 Seiten




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    Preis des Buches:

    Beschreibung

    Sie öffnen eine Tür und finden eine Welt voller Magie

    NARNIA … gefangen im ewigen Winter … ein Land, das darauf wartet, befreit zu werden. Durch einen Kleiderschrank gelangen Lucy, Edmund, Susan und Peter nach Narnia, das unter der Schreckensherrschaft der Weißen Hexen steht. Als alle Hoffnung verloren scheint, bringt die Rückkehr des mächtigen Löwen Aslan die Wende…

    Die Chroniken von Narnia:

    Das Wunder von Narnia (Band 1)

    Der König von Narnia (Band 2)

    Der Ritt nach Narnia (Band 3)

    Prinz Kaspian von Narnia (Band 4)

    Die Reise auf der Morgenröte (Band 5)

    Der silberne Sessel (Band 6)

    Der letzte Kampf (Band 7)

    Portrait

    Clive Staples Lewis wurde 1898 in Belfast geboren und war schon als Kind von den Märchen, Mythen und Legenden des Landes fasziniert. Viele Jahre später, während seiner Jahre als Professor an der Universität Cambridge, begann er seine Ideen aufzuschreiben. So entstanden nach und nach die sieben Chroniken von Narnia, für die er mit dem begehrten Carnegie Award ausgezeichnet wurde.

    Leseprobe

    Lucy schaut
    in einen Kleiderschrank

    Es waren einmal vier Kinder, die hießen Peter, Susan, Edmund und Lucy. Diese Geschichte erzählt von einem Erlebnis, das sie hatten, als sie während des Krieges wegen der Luftangriffe aus London fortgeschickt wurden. Man brachte sie im Haus eines alten Professors unter, der weit draußen auf dem Land wohnte, zehn Meilen vom nächsten Bahnhof und zwei Meilen vom nächsten Postamt entfernt. Er hatte keine Frau und lebte in einem riesigen Haus mit einer Haushälterin namens Mrs Macready und drei Dienstmädchen. (Ihre Namen waren Ivy, Margaret und Betty, aber sie kommen in der Geschichte kaum vor.) Er selbst war ein uralter Mann mit struppigen weißen Haaren, die nicht nur seinen Kopf, sondern auch den größten Teil seines Gesichts bedeckten, und die Kinder schlossen ihn beinahe sofort ins Herz. Nur am ersten Abend, als er sie an der Haustür in Empfang nahm, sah er so seltsam aus, dass Lucy (die Jüngste) sich ein wenig vor ihm fürchtete und Edmund (der Zweitjüngste) am liebsten laut losgelacht hätte und dauernd so tun musste, als putze er sich die Nase, um es zu verbergen.

    Sobald sie am ersten Abend dem Professor Gute Nacht gesagt hatten und nach oben gegangen waren, kamen die Jungen in das Zimmer der Mädchen, um Lagebesprechung zu halten.

    »Mann, haben wir ein Glück«, sagte Peter. »Das wird ein Spaß hier. Der Alte lässt uns bestimmt machen, was wir wollen.«

    »So ein netter alter Herr«, sagte Susan.

    »Ach, hör bloß auf!«, sagte Edmund, der müde war, was er aber nicht zugeben wollte, und das machte ihm immer schlechte Laune. »Wie du schon redest!«

    »Wie rede ich denn?«, fragte Susan. »Und überhau
    pt, für dich ist langsam Schlafenszeit.«

    »Du hörst dich schon an wie Mutter«, sagte Edmund. »Und wie kommst du eigentlich dazu, mir zu sagen, wann ich ins Bett gehen soll? Geh doch selber ins Bett.«

    »Sollten wir nicht lieber alle ins Bett gehen?«, meinte Lucy. »Es gibt bestimmt Ärger, wenn man uns hier reden hört.«

    »Gibt es nicht«, sagte Peter. »Ich sage euch, in einem Haus wie diesem interessiert sich kein Mensch dafür, was wir treiben. Und hören können sie uns sowieso nicht. Man braucht ja zehn Minuten von hier bis runter ins Esszimmer und dazwischen liegen jede Menge Treppen und Gänge.«

    »Was ist das für ein Geräusch?«, fragte Lucy plötzlich. In einem so großen Haus war sie noch nie zuvor gewesen, und allmählich beschlich sie ein unheimliches Gefühl bei dem Gedanken an all diese langen Gänge und Reihen von Türen, die in leere Zimmer führten.

    »Das ist bloß ein Vogel, du Dummkopf«, sagte Edmund.

    »Es ist eine Eule«, sagte Peter. »Hier ist bestimmt ein Paradies für Vögel. Also, ich gehe jetzt ins Bett. Wollen wir morgen ein bisschen auf Entdeckungsreise gehen? Wer weiß, was wir hier alles finden. Habt ihr auf dem Weg hierher die Berge gesehen? Und die Wälder? Vielleicht gibt es da Adler. Oder Hirsche. Bestimmt gibt es Falken.«

    »Und Dachse!«, rief Lucy.

    »Füchse!«, setzte Edmund hinzu.

    »Kaninchen!«, sagte Susan.

    Doch als der nächste Morgen kam, fiel ein so dichter, gleichmäßiger Regen, dass man weder die Berge noch die Wälder sehen konnte, wenn man aus dem Fenster schaute, nicht
    einmal den kleinen Bach im Garten.

    »War ja klar, dass es ausgerechnet heute regnen muss!«, sagte Edmund. Sie hatten gerade ihr Frühstück mit dem Professor beendet und befanden sich oben in dem Zimmer, das er ihnen zugeteilt hatte – einem langen, niedrigen Raum mit einem Fenster in der einen Richtung und zwei in der anderen.

    »Hör schon auf zu meckern, Ed«, sagte Susan. »Ich wette, in einer Stunde oder so klart es auf. Und bis dahin wird es uns bestimmt nicht langweilig. Wir haben doch ein Radio und jede Menge Bücher.«

    »Ohne mich«, sagte Peter. »Ich werde erst einmal das Haus erkunden.«

    Damit waren alle einverstanden und so begannen ihre Abenteuer. Es war ein Haus, das nie ein Ende zu nehmen schien, und es steckte voller Überraschungen. Die ersten paar Türen, die sie öffneten, führten erwartungsgemäß nur in unbenutzte Zimmer; doch bald kamen sie in einen lang gestreckten Raum voller Gemälde und dort fanden sie eine Ritterrüstung. Danach kam eine Kammer, die ganz mit grünem Stoff verhangen war und in deren Ecke eine Harfe stand; dann ging es drei Stufen hinab und fünf Stufen hinauf und weiter in eine Art kleine Diele im Obergeschoss, wo eine Tür hinaus auf einen Balkon führte; und dann kam eine ganze Reihe von Zimmern, von denen immer eins ins nächste führte und deren Wände über und über mit Büchern bedeckt waren – die meisten waren sehr alt und einige noch größer als die Bibel in einer Kirche. Kurz darauf schauten sie in ein Zimmer, das ganz leer war, bis auf einen großen Kleiderschrank mit einem Spiegel in der Tür. Sonst befand sich überhaupt nichts in dem Zimmer, außer einer toten Schmeißfliege auf der Fensterbank.

    »Hier ist nichts!«, sa
    gte Peter und alle marschierten wieder hinaus – alle außer Lucy. Sie blieb zurück, weil sie sich dachte, es wäre doch lohnend, einmal die Tür des Kleiderschranks zu probieren, obwohl sie fast sicher war, dass sie verschlossen sein würde. Doch zu ihrer Überraschung ließ sie sich ganz leicht öffnen und zwei Mottenkugeln kullerten heraus.

    Als sie hineinschaute, sah sie mehrere Mäntel dort hängen – größtenteils lange Pelzmäntel. Lucy liebte Pelze über alles – wie sie dufteten und wie weich sie sich anfühlten. Sofort stieg sie in den Kleiderschrank zwischen die Mäntel und kuschelte ihr Gesicht hinein, wobei sie natürlich die Tür offen ließ, denn sie wusste, es ist eine große Dummheit, sich in einem Kleiderschrank einzuschließen. Bald ging sie noch ein Stück weiter hinein und stellte fest, dass hinter der ersten Reihe Mäntel noch eine zweite hing. Hier hinten war es fast völlig dunkel, sodass sie die Arme nach vorn ausstreckte, um nicht mit dem Kopf gegen die Rückwand des Schranks zu stoßen. Sie machte noch einen Schritt tiefer hinein – dann zwei oder drei Schritte – immerzu in der Erwartung, die Holzwand an den Fingerspitzen zu spüren. Aber sie spürte nichts dergleichen.

    »Das muss ja ein riesiger Kleiderschrank sein!«, dachte Lucy, ging noch weiter hinein und schob die weichen Falten der Mäntel zur Seite, um sich Platz zu schaffen. Dann bemerkte sie, dass unter ihren Füßen etwas knirschte. »Ob hier noch mehr Mottenkugeln herumliegen?«, dachte sie und bückte sich, um mit der Hand danach zu tasten. Doch statt des harten, glatten Holzbodens des Kleiderschranks fühlte sie etwas, das weich und pulverig war und sehr, sehr kalt. »Das ist aber komisch«, sagte sie und ging noch einen oder zwei Schritte wei
    ter.

    Im nächsten Moment merkte sie, dass nicht mehr weiches Fell an ihrem Gesicht und ihren Händen entlangstreifte, sondern etwas Hartes, Raues, Stacheliges. »Nanu, das fühlt sich ja an wie Zweige von Bäumen!«, rief Lucy aus. Und dann sah sie vor sich ein Licht scheinen; nicht nur ein paar Zoll weit entfernt, wo die Rückwand des Schranks hätte sein müssen, sondern ein ganzes Stück weit voraus. Etwas Kaltes und Weiches fiel auf sie herab. Einen Moment später stellte sie fest, dass es Nacht war und sie mitten in einem Wald stand, mit Schnee unter den Füßen und Schneeflocken, die durch die Luft herabrieselten.

    Lucy fürchtete sich ein wenig, doch gleichzeitig war sie ganz kribbelig vor Neugier und Aufregung. Sie schaute sich über die Schulter um und dort, zwischen den dunklen Baumstämmen, sah sie immer noch die offene Tür des Kleiderschranks und sogar einen Schimmer von dem leeren Zimmer, aus dem sie gekommen war. (Natürlich hatte sie die Tür offen gelassen, denn sie wusste, es ist eine große Dummheit, sich in einem Kleiderschrank einzuschließen.) Dort schien immer noch Tag zu sein. »Ich kann jederzeit zurück, wenn etwas schief geht«, dachte Lucy. Also setzte sie sich, knirsch-knirsch, über den Schnee in Bewegung und ging durch den Wald auf das andere Licht zu. Nach etwa zehn Minuten hatte sie es erreicht und stellte fest, dass es sich um eine Straßenlaterne handelte. Während sie noch dort stand und sich den Kopf zerbrach, wie eine Straßenlaterne hier mitten in den Wald kam und was sie als Nächstes tun solle, hörte sie trippelnde Schritte auf sich zukommen. Und schon bald darauf trat ein äußerst seltsames Wesen zwischen den Bäumen hervor in den Lichtkreis der Laterne.

    Es war nur wenig größer als Lucy selbst und hielt &u
    uml;ber seinen Kopf einen Schirm, der ganz weiß war vom Schnee. Von der Hüfte…

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